DAX: Friedenshoffnung treibt Kurse
Spekulationen über diplomatische Kontakte zwischen Russland und den USA trieben den deutschen Leitindex über eine wichtige Marke. Rüstungswerte büßten ein, während Bau- und Stahlaktien profitierten.

Kurz zusammengefasst
- Diplomatische Signale lösen Kursrally aus
- Rüstungswerte wie Rheinmetall unter Druck
- Bau- und Stahlwerte als klare Gewinner
- MDAX legt stärker zu als der DAX
Vage Signale aus den diplomatischen Kulissen zwischen Russland und der Ukraine haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag beflügelt. Der DAX arbeitete sich im Tagesverlauf auf über 24.000 Punkte vor — eine psychologisch wichtige Marke, die der Index zeitweise hinter sich lassen konnte.
Den Ausschlag gab offenbar die Reise eines Kreml-Wirtschaftsgesandten in die USA, die Spekulationen über mögliche Friedensgespräche befeuerte. Moskau ruderte zwar umgehend zurück und betonte, es handle sich um keine Verhandlungen über ein Kriegsende. Die Märkte reagierten dennoch — wenn auch mit angezogener Handbremse.
Gewinner und Verlierer der Friedensspekulation
Das Muster war eindeutig: Rüstungswerte gaben deutlich nach, während Wiederaufbau-Profiteure anzogen. Rheinmetall verlor rund sechs Prozent und bildete damit das Schlusslicht im Index. Heidelberg Materials hingegen führte die Gewinnerliste mit einem Plus von 4,3 Prozent an — der Baustoffkonzern gilt als naheliegender Nutznießer einer möglichen Ukraine-Rekonstruktion. Auch die Stahlhersteller Salzgitter und thyssenkrupp legten fünf beziehungsweise mehr als drei Prozent zu.
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Der breitere Markt zog ebenfalls mit: Der MDAX gewann 1,8 Prozent auf rund 30.580 Punkte — stärker als der DAX selbst.
Pattsituation trotz Erholung
Trotz des freundlichen Tagesbilds bleibt das Gesamtumfeld angespannt. Die Lage im Nahen Osten sorgt weiter für Unsicherheit, und Marktbeobachter wiesen auf rückläufige Handelsvolumina hin — ein Zeichen, dass viele Investoren lieber abwarten als agieren. Das Ölpreisbarometer steht dabei im Mittelpunkt: Ein Fass Brent kostete am Freitagnachmittag rund 96,84 Dollar, nachdem die Preise nach der jüngsten Waffenruhe im Nahen Osten kurzzeitig auf fast 90 Dollar gefallen waren.
Zusätzlichen Rückenwind lieferten US-Inflationsdaten für März, die etwas moderater ausfielen als erwartet — ein kleines Aufatmen in einem Marktumfeld, das zuletzt stark von Energie- und Preissorgen geprägt war. Vom Allzeithoch bei 25.507 Punkten, das der DAX am 13. Januar 2026 markiert hatte, ist der Index allerdings noch ein gutes Stück entfernt.
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