DAX: Ifo senkt Wachstum auf 0,8 Prozent
Trotz schwacher Ifo-Prognose und hoher US-Zinsen hält der DAX sein Niveau nahe dem Allzeithoch. Zyklische Werte wie BMW und VW geben nach.

Kurz zusammengefasst
- DAX behauptet sich nahe Rekordhoch
- Ifo senkt deutsche Wachstumsprognose
- US-Einzelhandel dämpft Zinssenkungshoffnungen
- BMW und VW mit deutlichen Wochenverlusten
Starke US-Einzelhandelsumsätze dämpfen die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen. Parallel dazu schraubt das Ifo-Institut die Erwartungen für die deutsche Wirtschaft spürbar nach unten. Trotz dieser Gegenwinde hält sich der DAX hartnäckig nahe an seinem Allzeithoch. Das charttechnische Bild bleibt vorerst stabil.
Die US-Notenbank belässt ihren Leitzins weiterhin auf hohem Niveau. Im Inland trüben sich die Aussichten derweil weiter ein. Das Ifo-Institut senkte seine Prognose für das deutsche Wachstum im kommenden Jahr auf magere 0,8 Prozent. Zuvor lagen die Schätzungen noch spürbar höher.
Der deutsche Leitindex ignorierte diese Störfeuer weitgehend. Er beendete die Handelswoche bei rund 24.985 Punkten und verbuchte ein ordentliches Wochenplus. Zum Rekordhoch bei 25.507 Punkten fehlt aktuell nur ein Wimpernschlag von knapp zwei Prozent.
Nicht alle Werte profitierten von dieser relativen Stärke. Im Gegenteil. Besonders zyklische Aktien gerieten stark unter die Räder. BMW verzeichnete einen deutlichen Wochenverlust von gut zehn Prozent. Bei den Vorzugsaktien von Volkswagen stand ein Minus von neun Prozent auf der Anzeigetafel.
Notenbanker und Konjunkturdaten im Fokus
Die neue Handelswoche liefert reichlich potenziellen Zündstoff. Investoren achten besonders auf die Aussagen führender Geldpolitiker und frische Wirtschaftsdaten.
- Montag, 14:30 Uhr: Rede von EZB-Präsidentin Lagarde
- Montag, 15:00 Uhr: Rede von Fed-Vize Waller
- Dienstag: Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone
Aus technischer Sicht sicherten Käufer zuletzt eine wichtige Bastion. Der Leitindex verteidigte seine kurzfristige Aufwärtstrendlinie bei 24.875 Punkten erfolgreich. Fällt der Kurs unter diese Marke, droht ein schneller Test des mittelfristigen Durchschnitts. Dieser verläuft aktuell bei knapp über 24.500 Punkten.
Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 56 eine neutrale Ausgangslage. Auf dem Weg nach oben blockiert das Vorwochenhoch bei 25.173 Punkten den direkten Durchmarsch. Gelingt der Ausbruch über diesen Widerstand, rückt das Allzeithoch in greifbare Nähe. Die Einkaufsmanagerindizes am Dienstag dürften den entscheidenden Impuls für diese Richtungsentscheidung liefern.
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