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Dax-Index: Bullish!

Der DAX stagniert aufgrund von Handelsstreit-Sorgen und Googles enttäuschenden Quartalszahlen. Experten sehen darin jedoch nur eine gesunde Konsolidierung nach starkem Anstieg.

Jörg Mahnert ·
Sonnenaufgang über Finanzviertel mit glitzernden Wolkenkratzern

Kurz zusammengefasst

  • Zollstreit zwischen China und USA belastet Märkte
  • Google-Zahlen verfehlen Analystenschätzungen
  • DAX-Konsolidierung nach 27 Prozent Jahresanstieg

Der deutsche Leitindex tut sich auch heute schwer, seine Kurse wieder Richtung Nord einzujustieren. Befürchtungen, dass der Zollstreit zwischen China und den USA eskaliert, machen die Runde.

Zölle sind prinzipiell nie gut

Donald Trump sieht in Zöllen ein „Allheilmittel“ um die USA zu stärken. Mit Verlaub: Das ist leider viel zu kurz gedacht. Zwar mag man damit die heimische Industrie schützen wollen, das ist aber ein Fehlschluss. In einer weltweit vernetzten Wirtschaft, die nun einmal in den vergangenen Jahrzehnten entstanden ist, belasten Einfuhrzölle auch die heimische Industrie direkt. Denn diese importiert in der Regel die benötigten Rohstoffe, aber auch Energieträger wie Öl und Gas. Das mag im 19. Jahrhundert funktioniert haben, als es kaum Industrie gab und die bestehende mit landeseigenen Ressourcen auskam. Die Situation in 2025 ist allerdings eine ganz andere.

Weitere Belastung für den DAX: Google

Nach US-Börsenschluss hatte gestern Abend der Google-Konzern Alphabet enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt. Der Aktienkurs fiel im nachbörslichen Handel um mehr als sieben Prozent. Googles Cloud-Geschäft brachte trotz eines Anstiegs von 30 Prozent auf 11,95 Milliarden Dollar etwas weniger ein, als Analysten erwartet hatten. Auch der Konzernumsatz verfehlte mit einem Plus von zwölf Prozent auf 96,47 Milliarden Dollar die Markterwartungen.

Ist der bullische Trend im DAX Geschichte?

Bislang sehen wir beim DAX nur eine Stagnation mit leichter Abwärtstendenz. Das deutet eher auf eine dringend notwendige Konsolidierung als auf einen wirklichen Trendwechsel hin. Nach dem gigantischen Anstieg von knapp +27%(!) in den vergangenen 12 Monaten kann ein „Kraftholen“ vor dem nächsten Anstieg nur gesund sein. Aber man muss auch festhalten, dass der Bereich zwischen den aktuellen Notierungen und dem jüngsten Allzeithoch bei 24.800 Zählern eine Widerstandszone geworden ist. Rein charttechnisch gesehen, müssen erst die 24.800 fallen, bevor der Sturmlauf der Bullen in alter Geschwindigkeit wieder aufgenommen werden kann.

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