Dax-Index: Die Hausse nährt die Hausse

Der DAX erreicht fortlaufend neue Allzeithochs trotz internationaler Handelsspannungen. Charttechnisch zeigt sich weiterhin ein starker Aufwärtstrend ohne erkennbare Widerstände.

Bernd Wünsche ·
Finanzieller Wachstumskonzept

Kurz zusammengefasst

  • DAX demonstriert außergewöhnliche Trendstärke
  • Charttechnische Kursziele schwer zu ermitteln
  • Privatanleger zeigen ausgewogenes Sentiment

Der deutsche Leitindex DAX ist aktuell nicht zu bremsen. Fast im Takt der einzelnen Handelstage generiert er ein neues Allzeithoch nach dem anderen. Die Frage, die sich nun viele Investoren stellen, ist:

Wann kippt der bullische Trend?

Aus charttechnischer Sicht gibt es aktuell noch keinen Anlass, auf ein baldiges Ende des bullischen Trends zu schließen. Das wäre auch paradox, denn eine Reihe schnell aufeinanderfolgender Allzeithochs signalisiert eine enorme Trendstärke. Es sollte keinesfalls vergessen werden, dass der DAX diese Stärke zeigt, obwohl der US-Präsident mit seiner „seltsamen“ Zoll-Politik direkt auf die deutschen Exporte zielt.

Welches Ziel ist den plausibel?

Das ist die nächste Frage, die Analysten gerne gestellt wird. Um ein Kursziel zu ermitteln, bietet sich die Nutzung der Charttechnik an. Nur gibt es ein Problem. Den Charttechnikern fehlt aktuell ein Widerstand, der ein Kursziel darstellen könnte. Denn der DAX ist nun einmal gefühlt „pausenlos“ an einem neuen Allzeithoch. Es gibt also keine höheren Kurse, die ein Ziel darstellen könnten. Dahinter steckt folgender Mechanismus: Ein Widerstand entsteht dadurch, dass Anleger in der Vergangenheit dort gekauft haben. Fallen die Kurse wieder deutlich zurück, werden diese Anleger nur warten, bis ihr Einstiegskurs wieder erreicht wird. Dort verkaufen sie dann und stoppen eventuell so den Kursanstieg. Da es aber aktuell keine höheren Kurse im DAX gibt, weil er so hoch wie nie ist, gibt es diese verkaufswilligen Investoren nicht. Das macht die Nennung eines Kursziels so schwierig.

Die Hausse nährt die Hausse

Den Investoren bleibt eigentlich nur, davon auszugehen, dass der bullische Trend noch eine Weile Bestand hat. Dafür spricht auch das Sentiment. Deutsche Privatanleger kaufen aktuell ausgewogen zu 50% Calls und zu 50% Puts. Das bedeutet, dass eine Hälfte der Investoren auf fallende Kurse setzt oder bestehende Positionen absichert. Wer das macht, ist in der Regel noch nicht stark investiert. Wenn diese vorsichtigen Investoren „kapitulieren“ und stark investieren, wird der DAX weiter und noch schneller steigen.

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