DAX: KI-Korrektur trifft Frankfurt
Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten belasten den deutschen Leitindex, der knapp unter 25.000 Punkten notiert.

Kurz zusammengefasst
- Abverkauf bei KI- und Halbleiteraktien
- KOSPI verliert rund zehn Prozent
- Nasdaq 100 gibt über drei Prozent nach
- DAX bleibt unter 25.000 Punkten
Der Rückenwind aus Asien hat gedreht. Was Halbleiterwerte in Tokio und Seoul in die Höhe getrieben hatte, löst nun die Gegenbewegung aus — und der DAX bekommt das zu spüren.
Gewinnmitnahmen rollen durch die Märkte
Auslöser der aktuellen Korrekturwelle ist ein Abverkauf bei KI- und Halbleiterwerten, der am Dienstag zunächst in Japan und Südkorea begann. Der südkoreanische KOSPI hatte am Vortag rund 10 Prozent verloren — ein Ausmaß, das selbst für einen korrekturgewohnten Markt ungewöhnlich ist. Beide Indizes hatten zuvor durch Halbleiterwerte getrieben neue Rekorde markiert; die Gewinnmitnahmen waren insofern nur eine Frage der Zeit.
Die Welle schwappte weiter in die USA: Der Nasdaq 100 verlor am Dienstagabend gut 3 Prozent, was Marktbeobachter als Weckruf für die KI-Bewertungen werteten. Der S&P 500 gab ebenfalls nach, der Dow Jones hingegen blieb weitgehend stabil — ein Hinweis darauf, dass der Sell-off gezielt den Technologiesektor traf.
DAX wartet knapp unter 25.000
Für den deutschen Leitindex bedeutet das einen nervösen Handelsstart. Vorbörsliche Indikationen taxierten den DAX mit rund 24.866 Punkten — minimal unter dem Xetra-Schluss vom Vortag. Die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten bleibt damit vorerst unerreicht, das Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.507 Punkten rückt weiter in die Ferne.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die festgefahrene Lage im US-Iran-Atomstreit. Die Verhandlungsparteien liefern weiterhin widersprüchliche Aussagen über erzielte Einigungen — konkret über den Umfang künftiger Atominspektionen. Das nährt geopolitische Unsicherheit, die erfahrungsgemäß risikoaversere Handelsströme begünstigt.
Kurzfristig richtet sich der Blick darauf, ob der Abgabedruck aus Asien und den USA am Mittwoch weiter anhält oder die Märkte zur Ruhe kommen. Der Nikkei setzte seine Korrektur am Mittwochmorgen fort, während sich Seoul stabilisierte — ein gemischtes Bild, das auch dem DAX keine klare Orientierung gibt.
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