DAX: März war ein Blutbad

Der deutsche Leitindex erlebte im März 2026 einen deutlichen Abverkauf, angeführt von Konsumgütern und Technologiewerten. Nur wenige Energie- und Chemietitel konnten sich behaupten.

Dieter Jaworski ·
DAX Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Beiersdorf als größter Verlierer mit fast 29 Prozent
  • Brenntag und RWE als Gewinner des Monats und Quartals
  • Erholung am letzten Tag durch Hoffnung auf Deeskalation
  • Exportabhängige Branchen besonders stark unter Druck

Der März 2026 war für DAX-Anleger ein harter Monat. Fast der gesamte Index stand unter Druck — und das geopolitische Umfeld spielte dabei eine entscheidende Rolle.

Wer verlor, wer gewann

Die Schadensbilanz ist beeindruckend. Beiersdorf führt die Verliererliste mit einem Minus von fast 29 Prozent an. Vonovia folgt mit rund 25 Prozent im Minus, Henkel verlor mehr als 20 Prozent. Auch Technologiewerte wie SAP (-14 Prozent) und Infineon (-17 Prozent) wurden hart getroffen. Selbst der Verteidigungsprimus Rheinmetall, der im Index lange als Gewinner galt, gab im März mehr als 13 Prozent ab.

Positiv stachen kaum Titel hervor. Brenntag beendete den Monat mit einem Plus von knapp 9,5 Prozent als bester Wert im Index, gefolgt von Deutsche Börse (+8 Prozent) und BASF (+7,6 Prozent). RWE und Hannover Rück komplettierten die kleine Gruppe der Gewinner.

Das erste Quartal im Überblick

Wer den Blick auf das Gesamtquartal richtet, sieht ein differenzierteres Bild. SAP verlor in Q1 2026 rund 29,5 Prozent — das schlechteste Ergebnis im Index. Deutsche Bank folgt mit minus 24 Prozent. Auf der Gegenseite lieferte RWE mit einem Zuwachs von mehr als 27 Prozent das stärkste Quartalsergebnis, knapp vor Siemens Energy mit plus 18 Prozent und BASF mit knapp 18 Prozent.

Auffällig: Während exportabhängige Werte wie Autowerte und Technologietitel den Abverkauf anführten, hielten sich Energie- und Chemietitel vergleichsweise gut.

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Hoffnungsschimmer aus dem Nahen Osten

Der letzte Handelstag des Quartals brachte dann einen Lichtblick. Signale aus Teheran über mögliche Gesprächsbereitschaft sowie Berichte, dass Washington seinen Militäreinsatz zeitlich begrenzen will, lösten an europäischen Börsen eine spürbare Erholung aus. Der DAX schloss am 31. März rund 0,5 Prozent fester. Die US-Märkte legten deutlich stärker zu — der S&P 500 stieg um fast 3 Prozent, der Nasdaq 100 um mehr als 3 Prozent.

Der Ölpreis gab an diesem Tag um etwa 3 Prozent nach, was Fantasie für eine Entspannung bei den Energiekosten weckte. Gold hingegen legte auf über 4.680 Dollar je Feinunze zu — ein Zeichen, dass das Vertrauen in eine nachhaltige Deeskalation noch fehlt.

Die Erholung am letzten Handelstag ändert nichts am Gesamtbild: Der März war für den DAX ein verlorener Monat. Ob das zweite Quartal besser wird, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die geopolitische Lage im Nahen Osten entwickelt — und ob dem Hoffnungssignal vom 31. März tatsächlich Taten folgen.

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