DAX: Nervöser Stillstand

Der deutsche Leitindex verharrt in einer engen Handelsspanne, während schwache US-Daten und regulatorische Ängste Einzelwerte belasten. Die US-Verbraucherpreise gelten als entscheidender Richtungsweiser.

Kurz zusammengefasst:
  • Index pendelt zwischen 24.750 und 25.000 Punkten
  • US-Inflationszahlen als Schlüssel für nächste Kursbewegung
  • Heidelberg Materials und Jenoptik mit deutlichen Kursverlusten
  • Technische Hürde bei 25.000 Punkten blockiert Aufwärtstrend

Der DAX steht am Freitagmorgen erneut vor der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke – und kommt einfach nicht darüber hinweg. Nach einem gescheiterten Ausbruchsversuch am Donnerstag zeigen die Futures eine zaghafte Stabilisierung bei rund 24.950 Punkten. Doch die Nervosität bleibt spürbar: Der Index pendelt seit Tagen zwischen 24.750 und 25.000 Zählern, ohne eine klare Richtung zu finden.

Die Gründe für die Zurückhaltung sind vielfältig. Schwache US-Wirtschaftsdaten vom Donnerstag – insbesondere vom Arbeitsmarkt und Immobiliensektor – haben die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen gedämpft. Gleichzeitig bremsen KI-bedingte Sorgen im Technologie- und Finanzsektor die Stimmung. Viele Anleger warten nun gespannt auf die US-Verbraucherpreise am Nachmittag.

DAX

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Inflationsdaten als Zünglein an der Waage

Die am Nachmittag anstehenden US-Inflationszahlen dürften über die kurzfristige Richtung entscheiden. Das Dilemma: Die amerikanische Wirtschaft kühlt erkennbar ab, doch die Inflation verharrt hartnäckig über der Zwei-Prozent-Marke der Fed. Das engt den Spielraum für Zinssenkungen ein und könnte den Konsum weiter bremsen. Analysten rechnen zwar mit einer leichten Entspannung gegenüber dem Vormonat, doch überraschend hohe Werte würden die Zinssenkungsfantasie endgültig zunichtemachen.

Aus technischer Sicht hat sich das Bild eingetrübt. Der erneut gescheiterte Ausbruch über 25.000 Punkte zeigt, dass die Käufer an dieser Marke kapitulieren. Laut Helaba würde erst ein nachhaltiger Sprung über diese Schwelle den Weg zum Rekordhoch bei 25.508 Punkten freimachen. Bis dahin dürfte der Index in seiner engen Handelsspanne gefangen bleiben.

Einzeltitel unter Druck

Auf Unternehmensseite sorgt vor allem Heidelberg Materials für Aufsehen. Die Aktie stürzte am Donnerstag um zehn Prozent ab – vom Hoch bei 241,80 Euro sind es mittlerweile 25 Prozent Verlust. Auslöser waren Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz bei einem Treffen energieintensiver Industrien in Antwerpen. Seine Andeutungen über mögliche Lockerungen beim Klimaschutz befeuerten Spekulationen über Veränderungen im regulatorischen Umfeld.

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Jenoptik trifft es noch härter: Die Aktie sackt vorbörslich um über elf Prozent ab. Nach einer Rally, die den Kurs am Donnerstag erstmals seit Oktober 2024 wieder an die 28-Euro-Marke herangeführt hatte, enttäuschen nun Auftragseingang und Marge. Ein typisches Beispiel dafür, wie schnell euphorische Erwartungen an der Realität zerschellen können.

Immerhin gibt es positive Signale: Die Aktien von Siemens stabilisieren sich nach den jüngsten Quartalszahlen, auch wenn heute die Dividendenbereinigung für Abschlag sorgt. Und RWE muss eine Abstufung durch Bernstein Research verdauen – das Wachstumspotenzial sei eingepreist, heißt es dort.

Bis zur Veröffentlichung der US-Daten am Nachmittag dürfte der DAX in seiner engen Seitwärtsspanne verharren. Die Unsicherheit dominiert.

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