DAX: Neuer Rückschlag droht

Der deutsche Leitindex zeigt sich weiterhin schwach, belastet durch hohe KI-Ausgaben von Tech-Giganten und eine düstere Wirtschaftsprognose der Europäischen Zentralbank.

Kurz zusammengefasst:
  • DAX erwartet erneuten Kursrückgang am Freitag
  • Hohe KI-Investitionen von Amazon und Alphabet belasten Märkte
  • EZB-Präsidentin Lagarde warnt vor schwieriger Wirtschaftslage
  • Schwache Unternehmenszahlen in Deutschland verstärken den Druck

Der deutsche Leitindex kann sich nicht aus seiner Schwächephase befreien. Nach dem Stabilisierungsversuch am Donnerstagnachmittag zeichnet sich am Freitagmorgen bereits der nächste Dämpfer ab. Der DAX wird rund zweieinhalb Stunden vor Handelsbeginn bei 24.407 Punkten taxiert – ein Minus von 0,3 Prozent.

Tags zuvor war der Index zwischenzeitlich auf fast 24.272 Punkte abgesackt und damit gefährlich nah an das bisherige Jahrestief herangerückt. Erst knapp darüber konnte er sich stabilisieren. Die europäischen Börsen schlossen am Donnerstag allesamt im Minus: Der DAX verlor 0,46 Prozent auf 24.491 Punkte, der Londoner FTSE gab 0,90 Prozent ab und der Pariser CAC 40 büßte 0,29 Prozent ein.

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KI-Sorgen bleiben hartnäckig

Was die Märkte belastet, ist vor allem die anhaltende Skepsis rund um die enormen Investitionen in Künstliche Intelligenz. Amazon verschreckte im nachbörslichen Handel die Anleger mit der Ankündigung, in diesem Jahr rund 200 Milliarden Dollar in KI, Chips, Robotik und Satelliten zu stecken. Die Reaktion: ein zweistelliger Kursrutsch von elf Prozent.

Damit liegt Amazon sogar über den bereits gewaltigen 160 Milliarden Dollar, die Google-Mutter Alphabet am Mittwoch bekanntgegeben hatte. Auch dort waren die Aktien zunächst um acht Prozent eingebrochen – konnten die Verluste aber bis Handelsschluss fast vollständig wettmachen. Bei Amazon scheint die Erholung schwieriger.

„Der KI-Investitions-Kater verwandelt sich gerade in eine wilde Flucht“, kommentierte Stephen Innes von SPI Asset Management. Die Anlegerstimmung wirke wie das Negativ des Booms von 2021. Der Jefferies-Analyst Brent Thill brachte es auf den Punkt: „Die Anleger wollen schnellere Ergebnisse sehen.“ Die Diskussion, ob und wann sich die immensen KI-Ausgaben auszahlen, wird die Märkte weiter belasten.

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EZB warnt vor schwierigem Umfeld

Zusätzlichen Druck auf die europäischen Märkte übte die Europäische Zentralbank aus. Sie beließ die Zinsen zum fünften Mal in Folge unverändert – der Einlagensatz bleibt bei 2,0 Prozent. Doch EZB-Präsidentin Christine Lagarde zeichnete ein düsteres Bild: Die globale Wirtschaft stehe unter dem Druck anhaltender Handelskonflikte und geopolitischer Spannungen.

In Deutschland belasteten schwache Unternehmenszahlen zusätzlich. Deutsche Bank verlor 3,94 Prozent, Volkswagen sackte um 3,68 Prozent ab. Marktexperte Andreas Lipkow erklärte: „Die Marktteilnehmer sehen sich mit erhöhter Volatilität an den Edelmetallmärkten und eher schwachen Unternehmenszahlen konfrontiert. Somit nehmen die Investoren lieber Gewinne mit und positionieren sich an der Seitenlinie.“

Der frühe Freitagshandel deutet darauf hin, dass diese Vorsicht anhält. Die Bären behalten vorerst die Oberhand.

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