DAX: Ölpreisschock beflügelt Märkte

Eine von Pakistan vermittelte Feuerpause zwischen den USA und dem Iran ließ den Ölpreis einbrechen und beflügelte den DAX deutlich. Konjunkturabhängige Aktien profitierten am stärksten.

Felix Baarz ·
DAX Aktie

Kurz zusammengefasst

  • DAX springt um fast fünf Prozent auf über 24.000 Punkte
  • Ölpreis fällt nach Waffenruhe deutlich unter 92 Dollar
  • Commerzbank und Infineon gehören zu den Top-Gewinnern
  • Index überwindet wichtige 200-Tage-Durchschnittslinie

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat den deutschen Leitindex heute mit voller Wucht nach oben katapultiert. Der DAX zog am Mittwochmorgen um rund 4,8 Prozent auf über 24.000 Punkte an — und kletterte damit auf das Niveau von Anfang März zurück.

Der Auslöser: Pakistan vermittelte in letzter Minute eine weitreichende Feuerpause, die auch US-Verbündete einschließt und sich bis in den Libanon erstreckt. Börsianer feierten die Einigung als „Geschenk von Pakistan“. Was zunächst wie Diplomatie klingt, hat unmittelbare Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte.

Ölpreis als eigentlicher Kurstreiber

Der Brent-Ölpreis sackte in Reaktion auf die Waffenruhe zweistellig ab und fiel zeitweise unter die Marke von 92 Dollar — das tiefste Niveau seit mehr als zwei Wochen. Entscheidend dafür ist die Wiederöffnung der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Genau diese Öffnung hatte Washington zur Bedingung für eine Feuerpause gemacht.

Gefallene Ölpreise bedeuten weniger Inflationsdruck — und das wiederum mindert die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen. Dieser Zusammenhang erklärt, warum die Finanzmärkte so heftig reagieren.

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Konjunktursensible Titel vorne dabei

Innerhalb des DAX zählten vor allem Werte mit hoher Konjunkturabhängigkeit zu den stärksten Gewinnern. Commerzbank, Infineon und Siemens Energy sprangen jeweils um mehr als neun Prozent nach oben. Im breiteren Markt legte der MDAX um 5,2 Prozent zu, der EuroStoxx 50 um 4,3 Prozent.

Technisch bedeutsam: Der DAX überwand mit dem Anstieg seine exponentielle 200-Tage-Linie — ein vielbeachtetes Signal für die längerfristige Trendrichtung. Solange der Index die Marke von 24.111 Punkten hält, bleibt das kurzfristige Bild konstruktiv, mit Potenzial in Richtung 24.300 bis 24.600 Punkte.

Ob die Waffenruhe in einen dauerhaften Frieden mündet oder nur ein temporärer Aufschub bleibt, ist die zentrale Frage, die Strategen und Anleger nun beschäftigt — und die den weiteren Kursverlauf maßgeblich mitbestimmen wird.

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