DAX: Ruhiger Monatsabschluss

Der deutsche Leitindex schließt den Monat mit fast drei Prozent Plus. Die Inflationsrate fiel auf 1,9 Prozent, während BASF enttäuschte und Übernahmespekulationen für Kurssprünge sorgten.

Kurz zusammengefasst:
  • Inflationsrate sinkt auf 1,9 Prozent
  • BASF-Aktie verliert nach vorsichtigem Ausblick
  • Übernahmegerüchte treiben Telefonica und 1&1
  • Marktexperten sehen DAX-Rekord in Reichweite

Fast drei Prozent Gewinn im Februar – trotz Iran-Krise, Zollchaos und KI-Nervosität. Der DAX zeigt sich zum Monatsende behauptet, auch wenn am Freitagnachmittag nach frischen US-Erzeugerpreisdaten leichte Gewinnmitnahmen einsetzten. Bei rund 25.240 Punkten schloss das Börsenbarometer den Tag knapp unter der Nulllinie.

Doch ein Blick auf die großen Linien zeigt: Die 25.000er-Marke, im Wochenverlauf zurückerobert, hält stand. Und das Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.508 Punkten rückt wieder in Reichweite.

DAX

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Inflationsdaten überraschen positiv

Das Statistische Bundesamt lieferte am Nachmittag erfreuliche Zahlen: Die Inflationsrate rutschte im Februar auf 1,9 Prozent, nach 2,1 Prozent im Januar. Damit liegt Deutschland erstmals seit Monaten wieder unter der Zwei-Prozent-Marke der EZB. Verantwortlich dafür sind vor allem günstigere Energiepreise – Strom, Gas und besonders Heizöl wurden deutlich billiger.

Bei Lebensmitteln gibt es kaum noch Preisanstiege. Die Teuerungsrate hier: nur noch 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Butter und Speisefette sind sogar spürbar günstiger geworden. Einzig Dienstleistungen bleiben mit plus 3,2 Prozent weiter Preistreiber – das teurere Deutschlandticket und steigende Mindestlöhne schlagen hier durch.

Ökonomen erwarten fürs Gesamtjahr 2026 eine Inflation knapp über zwei Prozent. Der starke Euro dämpft dabei importierte Preise, während höhere Löhne für Aufwärtsdruck sorgen dürften.

Bilanzflut verdaut, BASF enttäuscht

Nach einer intensiven Berichtswoche mit mehreren DAX-Konzernen und der mit Spannung erwarteten NVIDIA-Bilanz kehrte am Freitag relative Ruhe ein. BASF stand noch einmal im Fokus: Der Chemiekonzern blickt vorsichtig auf 2026 und verweist auf Unsicherheiten durch mögliche US-Zölle. Die Aktie verlor zwei Prozent.

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Besser lief es für Scout24, das von optimistischen Aussagen des britischen Branchenkollegen Rightmove zu KI-Chancen profitierte. Plus 3,6 Prozent. Während im MDAX Delivery Hero nach durchwachsenen Quartalszahlen fünf Prozent einbüßte, sprangen Hypoport im SDAX um neun Prozent nach oben – der Finanzdienstleister peilt für 2026 kräftiges Gewinnwachstum an.

Für Spannung sorgte zudem eine Übernahmespekulation: Telefonica soll laut spanischen Medien mit 1&1 über eine Übernahme sprechen. Die Aktie schoss um elf Prozent hoch, United Internet als Mutter legte sogar zwölf Prozent zu.

Ausblick auf März: Rekord in Sicht?

Marktexperten zeigen sich für den angebrochenen März optimistisch. Die Index-Radar-Analysten halten bei ausbleibenden geopolitischen Schocks neue Bestmarken für möglich – sogar ein Vorstoß Richtung 26.000 Punkte sei denkbar. Der März gilt historisch als solider Börsenmonat.

Allerdings bleibt die Iran-USA-Situation heikel. Zwar kündigte Teheran für kommende Woche weitere Verhandlungen in Wien an. Ob diese stattfinden, ist aber offen – Donald Trump hatte der iranischen Führung ein Ultimatum bis Anfang März gestellt, das US-Militär verlegte massive Kräfte in die Region.

Baader-Bank-Experte Robert Halver sieht trotz der Risikofaktoren europäische Aktien im Vorteil: Die überzogene KI-Euphorie aus den USA weiche zunehmend Ernüchterung. Europas „Tech-Abstinenz“ wirke da wie eine willkommene Sorgenpause. Der EuroStoxx 50 stellte im Februar mehrfach Rekorde auf, während der Nasdaq 100 seit vier Monaten auf sein Allzeithoch wartet.

In der kommenden Woche stehen weitere DAX-Bilanzen an – darunter Beiersdorf, Adidas, Bayer, Continental und Symrise. Aus den USA kommt am Freitag der wichtige Arbeitsmarktbericht. Anleger dürften genau hinschauen: Bestätigt sich der schwache Trend vom Januar, könnte das die Zinssenkungsfantasien neu befeuern.

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