DAX: Stabilisierung nach Kriegsschock

Der deutsche Leitindex stabilisiert sich bei fallenden Ölpreisen. Die Commerzbank-Aktie steigt nach einem Übernahmeangebot der UniCredit deutlich, während Analysten weiterhin Risiken sehen.

Kurz zusammengefasst:
  • DAX gewinnt nach turbulenten Wochen an Boden
  • UniCredit unterbreitet offizielles Kaufangebot für Commerzbank
  • Bayer profitiert von positiver Analysteneinschätzung
  • Energiepreise bleiben zentrale Gefahr für Märkte

Der deutsche Aktienmarkt kommt heute nach einer turbulenten Vorwoche wieder in ruhigeres Fahrwasser. Sinkende Ölpreise sorgen für etwas Erleichterung — und der DAX klettert am Montagnachmittag um 0,8 Prozent auf rund 23.629 Punkte.

Der Auslöser der jüngsten Verluste ist bekannt: der anhaltende Krieg im Nahen Osten. Wochenlang hatte der Konflikt die Märkte unter Druck gesetzt, vor allem über den Umweg der Energiepreise. Die Straße von Hormus, ein Nadelöhr für weltweite Öl- und Flüssiggastransporte, bleibt kriegsbedingt stark beeinträchtigt. Dass am Wochenende mehrere Tanker das Engpass-Gebiet passieren konnten, beruhigte die Nerven zumindest kurzfristig.

DAX

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Commerzbank im Rampenlicht

Das Thema Nummer eins am deutschen Markt ist heute die Commerzbank. Die italienische Großbank UniCredit hat ein offizielles Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien des deutschen Kreditinstituts vorgelegt. Als bereits größter Anteilseigner bietet UniCredit den übrigen Aktionären je 0,485 neue UniCredit-Aktien je Commerzbank-Papier. Ziel ist es, die im deutschen Übernahmerecht relevante 30-Prozent-Schwelle zu überwinden — ohne dabei formal die Kontrolle zu übernehmen. Die Commerzbank-Aktie reagiert mit einem Aufschlag von 8,6 Prozent und führt den DAX damit klar an.

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Auch Bayer sorgt für positive Stimmung im Leitindex: Die Papiere legen rund 4,4 Prozent zu, getrieben von einer Kaufempfehlung, die auf eine verbesserte Perspektive bei der Glyphosatproblematik und Wachstumspotenzial im Pharmasegment verweist.

Der Ölpreis bleibt das eigentliche Risiko

Trotz der heutigen Erholung wäre es verfrüht, Entwarnung zu geben. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass sich die eigentlichen Folgen der Energiepreisrally erst in den kommenden Monaten vollständig entfalten dürften — über sinkende Unternehmensmargen, steigende Inflation und nachlassende Konsumbereitschaft. Brent-Öl hat in den vergangenen vier Wochen um mehr als 53 Prozent zugelegt, WTI-Rohöl sogar über 51 Prozent. Diese Größenordnung ist kein kurzfristiges Rauschen mehr.

Dazu kommt: In dieser Woche stehen wichtige Entscheidungen mehrerer Zentralbanken an, darunter Fed, EZB und Bank of Japan. Die Unsicherheit darüber hält viele Investoren noch in Wartestellung. Das heutige Erholungsmoment bleibt daher fragil — ein weiterer Eskalationsschub im Nahen Osten könnte die Stimmung schnell wieder kippen lassen.

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