DAX: Stimmungswechsel mit Tücken

Die Stimmung deutscher Privatanleger hat sich deutlich verbessert, während internationale Fonds die Eurozone meiden und institutionelle Investoren unter Druck stehen.

Felix Baarz ·
DAX Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Privatanleger wechseln mehrheitlich auf die Käuferseite
  • Globale Fondsmanager reduzieren Eurozone-Investments drastisch
  • Institutionelle Investoren sitzen auf Verlustpositionen fest
  • Einzelwerte wie Aixtron und Gerresheimer sorgen für Dynamik

Der DAX hält sich heute Morgen stabil über der Marke von 24.100 Punkten. Rückenwind kommt von Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten — die gleichen Hoffnungen, die bereits der Wall Street zu neuen Rekordständen verholfen haben.

Privatanleger drehen auf Long

Das Stimmungsbild unter deutschen Anlegern hat sich zuletzt spürbar verschoben. Privatanleger haben ihre Short-Positionen abgebaut und sind mehrheitlich auf die Käuferseite gewechselt: Der Bullenanteil stieg auf 50 Prozent, der Bärenanteil fiel um 13 Prozentpunkte auf 28 Prozent. Besonders auffällig: Anleger, die über soziale Medien befragt wurden, zeigen sich besonders zuversichtlich.

Bei den institutionellen Investoren bleibt die Lage dagegen angespannt. Zwar sind noch immer 51 Prozent der Profis bullish — doch dieser Optimismus hat einen Haken. Viele sitzen auf Positionen mit Einstandspreisen über dem aktuellen Kursniveau und wollen schlicht nicht mit Verlust verkaufen. Sentiment-Analysten sprechen von „Zweckoptimismus“.

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Ausländische Fonds kehren Europa den Rücken

Das eigentliche Gegengewicht zum freundlichen Stimmungsbild liefert ein Blick auf internationale Kapitalströme. Laut der aktuellen April-Umfrage der Bank of America haben globale Fondsmanager ihre Eurozone-Investments drastisch zurückgefahren: Nur noch netto 4 Prozent gaben an, dort übergewichtet zu sein — im März lag dieser Wert noch bei 21 Prozent. Das erklärt, warum der DAX trotz guter Laune an der Wall Street weit von neuen Rekordständen entfernt bleibt.

Einzelwerte sorgen für zusätzliche Dynamik: Aixtron steht unter Druck, nachdem eine Wandelanleihe-Platzierung für Gewinnmitnahmen sorgt. Gerresheimer hingegen gehört zu den Tagesgewinnern — eine Fristverlängerung für den testierten Jahresabschluss und der angelaufene Verkaufsprozess einer Tochtergesellschaft kommen am Markt gut an.

Die Unterseite des DAX muss damit zunehmend von heimischen Investoren verteidigt werden. Solange das Interesse ausländischer Langfristanleger so gering bleibt, dürfte jede Aufwärtsbewegung schnell auf Angebot treffen — von institutionellen Akteuren, die endlich wieder schwarze Zahlen sehen.

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