DAX: Tech-Schwäche bremst Rekordjagd
Asiens Technologiebörsen erholten sich zeitweise, während JPMorgan den Rückgang bei Halbleiteraktien als gesunde Korrektur einordnet.

Kurz zusammengefasst
- DAX vorbörslich rund 0,2 Prozent höher
- Nasdaq-100-Verluste hatten sich beschleunigt
- Japans und Südkoreas Tech-Indizes erholten sich zeitweise
- JPMorgan erwartet steigende Halbleiterpreise 2027
Nach der kleinen Korrektur vom Freitag sendet der deutsche Leitindex zum Wochenstart wieder Lebenszeichen. Vorbörslich deutet sich ein leichtes Plus an, obwohl die Tech-Werte an der Nasdaq zuletzt kräftig unter Druck standen.
Vorbörsliche Signale
Der Broker IG Markets taxierte den DAX gut zweieinhalb Stunden vor Xetra-Eröffnung rund 0,2 Prozent höher auf 25.865 Punkte. Etwas freundlicher zeigte sich der Terminmarkt: Der nächstfällige Futures-Kontrakt legte im Frühhandel um 49 Punkte auf 25.962 Zähler zu.
Das Tageshoch lag dort bei 25.983 Punkten, das Tagestief bei 25.913. Der Handel war allerdings noch dünn, bislang wechselten lediglich 365 Kontrakte den Besitzer.
Am Donnerstag war der Index erstmals seit Anfang September wieder über die Marke von 26.100 Punkten geklettert. Am Freitag bremsten ihn dann die Schwäche der Technologiewerte in den USA und Asien aus.
Asien hält besser als gedacht
Der Ausverkauf der Wachstumswerte hatte sich am Freitag im Nasdaq 100 noch deutlich beschleunigt. Entsprechend vorsichtig war die Stimmung zum Wochenstart. Umso bemerkenswerter: Die technologielastigen Leitindizes in Japan und Südkorea schlugen sich am Montagmorgen nach anfänglicher Schwäche erstaunlich gut und machten Verluste zeitweise wett.
Das stützt die Hoffnung, dass der Rückschlag bei Technologiewerten vorerst keine breitere Welle auslöst. Für den DAX ist das relevant, weil der Index zuletzt mehrfach auf Impulse aus dem Chipsektor reagiert hat.
Strategen sehen gesunde Korrektur
Die Marktstrategen von JPMorgan bleiben für den zuletzt besonders gebeutelten Halbleitersektor optimistisch. Eine Balance zwischen hoher Nachfrage und passenden Kapazitäten dürfte sich ihrer Einschätzung nach nicht vor 2028 einstellen. Die Preise sollten 2027 weiter anziehen. Den jüngsten Rückschlag der Aktienkurse werten sie als gesund.
Die Marke von 26.100 Punkten bleibt damit die erste Hürde für den DAX. Gelingt der Sprung darüber, rückt das Hoch vom Donnerstag wieder in Reichweite. Zunächst gilt es, die vorbörslichen Gewinne in den Xetra-Handel zu retten.
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