DAX: Zäher Kampf um die 21-Tage-Linie
Der Leitindex bewegt sich nahe seinem kurzfristigen Trend, während US-Preise, Hormus und gemischte Chartindikatoren die Märkte prägen.

Kurz zusammengefasst
- Vorbörslich leicht höhere DAX-Indikation
- US-Verbraucherpreise beeinflussen Zinserwartungen
- Brent-Öl kostet über 106 Dollar
- RSI neutral, MACD mit Verkaufssignal
Der DAX tritt auf der Stelle. Vor den US-Inflationsdaten am Nachmittag pendelt der Leitindex um seinen kurzfristigen Trend, und die Lage rund um die Straße von Hormus liefert keinen frischen Impuls.
Am Vortag schloss der Index minimal schwächer bei 25.259,90 Punkten. Für den Mittwoch deuten die vorbörslichen Indikationen auf ein leichtes Plus hin, der Broker IG Markets sah den DAX bei 25.343 Punkten. Die 21-Tage-Linie verläuft bei 25.313 Punkten. Seit Wochenbeginn ist der Index kaum vorangekommen.
US-Preisdaten als Taktgeber
Die US-Verbraucherpreise gelten als wichtiger Hinweis auf den weiteren Kurs der Notenbank Fed. Fallen sie höher aus als erwartet, könnten Anleger weitere Zinserhöhungen einpreisen. Davon wären vor allem Technologiekonzerne mit hohem Finanzierungsbedarf betroffen. Sie haben in dieser Woche bereits spürbar nachgegeben, in Asien erholten sie sich zuletzt.
Fed-Banker John Williams dämpfte am Dienstag die Sorgen etwas. Er hält in diesem Jahr noch eine Zinsanhebung für angemessen, 2027 aber nicht mehr. Die US-Börsen schlossen dennoch leicht im Minus.
In der Berichtssaison stehen weitere US-Banken an. In Europa legt der Chipausrüster ASML Zahlen vor. Der Konzern kann die hohe Nachfrage derzeit nicht bedienen und plant einen Kapazitätsausbau.
Hormus bleibt Unsicherheitsfaktor
Im Streit um die Wiederöffnung der Meerenge gibt es keine Fortschritte. Der Iran prüft nach eigenen Angaben noch die Reaktion der USA auf seinen Vorschlag von Mitte September. Der Ölpreis bleibt hoch, die Sorte Brent kostet über 106 Dollar je Barrel.
Die Nervosität hält sich allerdings in Grenzen. Der Volatilitätsindex VDAX-New liegt bei knapp 18 Prozent und damit leicht über der Marke von 17 Prozent. Der Fear & Greed Index ist auf „Neutral“ gewechselt.
Die Marken im Chart
Charttechnisch liegt der erste größere Widerstand bei 25.800 Punkten. Darüber wäre der Weg zu 26.080 Punkten frei, später rückt das Rekordhoch von 26.618 Punkten vom 28. August wieder in den Blick.
Nach unten gilt das Wochentief bei 24.792 Punkten als wichtige Unterstützung. Fällt der Index darunter, liegen die nächsten Zielmarken bei 24.480 und 23.968 Punkten. Die Indikatoren bleiben gemischt: Der RSI steht bei 47 und damit neutral, der MACD sendet ein Verkaufssignal.
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