DAX: Zwischen Kaufsignalen und Fed-Abend
Technische Indikatoren stützen den DAX, während Fed-Kommunikation und Quartalsberichte von Alphabet und Microsoft anstehen.

Kurz zusammengefasst
- Vier technische Indikatoren signalisieren Kauf
- DAX erholte sich vom Oktobertief
- Fed-Zinsentscheidung steht am Abend an
- Alphabet und Microsoft veröffentlichen Quartalszahlen
Der deutsche Leitindex startet mit technischem Rückenwind in einen Tag, an dem am Abend gleich mehrere Belastungsproben warten. Vorbörslich wird der DAX bei rund 25.530 Punkten erwartet, leicht unter dem Vortagesniveau. Die Ausgangslage ist freundlich, die Risiken liegen im Terminkalender.
Technik: Vier Kaufsignale nach dem Tief
Der Index hat sich vom Verlaufstief am 23. Oktober bei 25.008 Punkten gelöst. An den letzten beiden Handelstagen folgten höhere Tageshochs und höhere Tagestiefs, das Hoch vom Dienstag lag bei 25.649 Punkten.
Die gleitenden Durchschnitte der letzten 20, 50 und 200 Tage zeigen derzeit Kaufsignale, ebenso die Slow Stochastik. Hinzu kommen sich ausweitende Bollinger-Bänder. Charttechniker werten das als mögliche Basis für eine Trendfortsetzung im übergeordneten Aufwärtstrend.
Die nächsten Hürden sind klar markiert:
- Widerstand 1: Verlaufshoch vom 21. Oktober bei 25.713 Punkten
- Widerstand 2: Hoch vom 4. September bei 26.164 Punkten
- Unterstützung 1: Tagestief vom Dienstag bei 25.315 Punkten
- Unterstützung 2: Tief vom 23. Oktober bei 25.008 Punkten
Statistisch spricht nach einem Kurslücken-Muster dieser Art einiges für Erholung. Seit dem Jahr 2000 folgte in 59 Prozent der Fälle binnen zehn Handelstagen eine Rally von vier Prozent. Für einen Rückgang in gleicher Größenordnung liegt die Quote bei 29 Prozent.
Fed und KI-Schwergewichte am Abend
Rückenwind kam zuletzt aus Asien. Starke Quartalszahlen des Chipherstellers SK Hynix trieben den südkoreanischen Leitindex, und der Börsenstart des indischen Technologiekonzerns Jio hellte die Stimmung zusätzlich auf. Die Hoffnung wächst, dass der zuletzt angezweifelte KI-Boom seine hohen Bewertungen tragen kann.
Auch aus Europa kommen stützende Signale. Deutsche Bank, BASF und BNP Paribas lieferten Zahlen, die Banken melden bislang keine größeren Belastungen durch Kreditausfälle.
Der Abend bringt dann die eigentliche Prüfung. Die US-Notenbank entscheidet über die Zinsen, eine Änderung wird nicht erwartet. Wegen der zuletzt wieder gestiegenen Energiepreise rechnen Marktteilnehmer allerdings mit vorsichtiger, womöglich restriktiverer Kommunikation von Fed-Chef Kevin Warsh.
Im Anschluss legen Alphabet und Microsoft Quartalszahlen vor. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis zwischen den gewaltigen KI-Investitionen und dem freien Cashflow.
Für heute zeichnet sich eine Handelsspanne zwischen 25.300 und 25.650 Punkten ab. Fällt der DAX nachhaltig unter 25.008 Punkte, wäre das bullische Szenario hinfällig. Gelingt dagegen der Sprung über 25.713 Punkte, rückt die Marke von 26.164 Punkten in Reichweite.
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