Während der Kryptomarkt jubelt und Bitcoin die Marke von 97.000 Dollar zurückerobert, herrscht bei DeFi Technologies Katerstimmung. Statt von der allgemeinen Sektor-Rallye zu profitieren, kämpft das Unternehmen mit juristischen Problemen und sinkenden Analystenerwartungen. Warum tritt die Aktie trotz des positiven Marktumfelds auf der Stelle?
Klage und Kurszielsenkung belasten
Der Druck auf das kanadische Unternehmen erhöhte sich am 15. Januar 2026 spürbar. Die Kanzlei Pomerantz LLP reichte formell eine Sammelklage vor dem US-Bezirksgericht in New York ein. Im Kern geht es um den Vorwurf, DeFi Technologies habe gegen bundesstaatliche Wertpapiergesetze verstoßen. Die Reaktion der Finanzexperten folgte prompt: Analysten senkten das Kursziel für die Aktie um rund 13,5 Prozent auf 2,41 Dollar.
Diese Nachrichten hinterlassen Spuren im Kursverlauf. Nachdem das Papier am Vortag Verluste verzeichnete, stabilisierte es sich am Freitagmorgen, den 16. Januar, bei 1,12 Dollar. Das Handelsvolumen lag mit über 6 Millionen Aktien deutlich über dem Durchschnitt, was die erhöhte Nervosität der Marktteilnehmer unterstreicht.
Die Vorwürfe im Detail
Im Zentrum der juristischen Auseinandersetzung steht der Zeitraum zwischen Mai und November 2025. Die Kläger werfen dem Management vor, irreführende Angaben zur sogenannten „DeFi Alpha“-Arbitrage-Strategie gemacht zu haben. Konkret sollen Verzögerungen bei der Implementierung verschwiegen und die Konkurrenzsituation durch andere Anbieter unterschätzt worden sein. Diese Faktoren trugen laut Klageschrift maßgeblich dazu bei, dass die finanziellen Ziele des Unternehmens deutlich verfehlt wurden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DeFi Technologies?
Ursprung der Krise und Marktabkopplung
Die aktuelle juristische Eskalation ist eine direkte Folge der Ereignisse vom 14. November 2025. Damals musste das Unternehmen seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr drastisch von 218,6 Millionen auf rund 116,6 Millionen Dollar kappen – eine Reduktion um fast 47 Prozent. Zeitgleich trat CEO Olivier Roussy Newton zurück. Dieser Einschnitt löste einen massiven Abverkauf aus, bei dem die Aktie innerhalb weniger Tage auf 1,05 Dollar abstürzte.
Besonders auffällig ist derzeit die Entkopplung vom Gesamtmarkt. Während Bitcoin, getrieben von einem Short-Squeeze und Liquidationen in Höhe von 680 Millionen Dollar, wieder über 97.000 Dollar kletterte, bleibt DeFi Technologies außen vor. Die internen Probleme und Governance-Fragen überlagern den eigentlichen Rückenwind aus dem Krypto-Sektor. Auch fundamental spiegelt sich die Skepsis wider: Ein negatives Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von -5,42 verdeutlicht die Profitabilitätsprobleme, während Anleger für den Sektor sonst deutlich höhere Risikoprämien akzeptieren.
Konkreter Ausblick
Für Investoren ist nun der 30. Januar 2026 das nächste entscheidende Datum. Bis zu diesem Tag können sich geschädigte Aktionäre als Hauptkläger für das Sammelverfahren melden, wozu derzeit mehrere Kanzleien aktiv aufrufen. Bemerkenswert bleibt, dass die Analysten trotz der jüngsten Zielsenkung mehrheitlich an ihren Kaufempfehlungen festhalten. Dies deutet darauf hin, dass die Experten das aktuelle Kursniveau nahe dem 52-Wochen-Tief als überverkaufte Situation interpretieren – unter der Voraussetzung, dass die juristischen Unsicherheiten geklärt werden können.
DeFi Technologies-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DeFi Technologies-Analyse vom 16. Januar liefert die Antwort:
Die neusten DeFi Technologies-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DeFi Technologies-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DeFi Technologies: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
