DeFi Technologies legt an der Börse spürbar zu, obwohl mehrere Wertpapierklagen das Unternehmen weiter belasten. Die Aktie zog um 10,32 % auf 1,01 US-Dollar an, nachbörslich kamen weitere knapp 4 % hinzu. Im Mittelpunkt steht nun eine wichtige Frist im laufenden Sammelklageverfahren – und die Frage, wie stark der juristische Druck die Erholung begrenzen könnte.
Wertpapierklagen nehmen zu
Mehrere Kanzleien gehen wegen angeblicher Wertpapierbetrugsverstöße gegen DeFi Technologies vor. Glancy Prongay & Murray LLP hat gestern erinnert, dass Anleger mit Verlusten bis zum 30. Januar 2026 Zeit haben, sich als Hauptkläger in einer Sammelklage zu bewerben.
Die Klage bezieht sich auf den Zeitraum vom 12. Mai 2025 bis zum 14. November 2025. Den Angaben zufolge werfen die Kläger dem Unternehmen unter anderem vor:
- Verzögerungen bei der Umsetzung der DeFi-Alpha-Arbitragestrategie nicht offengelegt zu haben
- den Wettbewerbsdruck durch andere Digital-Asset-Handelshäuser heruntergespielt zu haben
- irreführende Umsatzprognosen für das Geschäftsjahr 2025 gegeben zu haben
- operative Probleme mit Auswirkungen auf die Finanzzahlen verharmlost zu haben
Parallel dazu laufen weitere Verfahren anderer Kanzleien, darunter The Gross Law Firm und Rosen Law Firm, die auf dieselben mutmaßlichen Versäumnisse bei der Finanzkommunikation zielen.
Deutliche Erholung nach starkem Jahresminus
Der jüngste Kurssprung markiert eine deutliche Gegenbewegung nach einem schwachen Jahr. Die Aktie stieg um 10,32 % auf 1,01 US-Dollar, im nachbörslichen Handel legte sie um weitere 3,95 % auf 1,0499 US-Dollar zu.
Im größeren Bild bleibt die Bilanz jedoch belastet:
- Seit Jahresbeginn: +24,85 %
- Auf Sicht von einem Jahr: -66,67 %
- Sechs Monate: -64,06 %
- 52-Wochen-Spanne: 0,73 bis 4,95 US-Dollar
Das 52-Wochen-Hoch von 4,95 US-Dollar stammt vom 12. Mai 2025 – exakt dem Startdatum des relevanten Klagezeitraums. Für Anleger, die nahe diesem Niveau eingestiegen sind, ist die rechtliche Aufarbeitung damit besonders relevant.
Analysten klar optimistisch
Trotz der juristischen Unsicherheiten bleiben Analysten deutlich positiv. Fünf befragte Experten stufen die Aktie aktuell einheitlich mit „Strong Buy“ ein; Halte- oder Verkaufsempfehlungen liegen nicht vor. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 3,07 US-Dollar – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 204 % gegenüber dem jüngsten Schlusskurs.
Allerdings haben sich die Kursziele bereits spürbar angepasst: So bestätigte Benchmark am 21. November 2025 zwar das Buy-Rating, senkte das Kursziel jedoch von 8 auf 3 US-Dollar. Der Rückgang um 62,5 % spiegelt die veränderten Rahmenbedingungen wider.
Bewertung im Überblick
Ein Blick auf zentrale Kennzahlen zeigt die hohen Wachstumserwartungen des Marktes:
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Marktkapitalisierung | 361,39 Mio. US-Dollar |
| Enterprise Value | 149,61 Mio. US-Dollar |
| KGV (Trailing) | 97,78 |
| KGV (Forward) | 5,07 |
| Kurs/Umsatz | 3,32 |
| Kurs/Buchwert | 3,14 |
Der starke Unterschied zwischen historischem KGV (97,78) und erwartetem KGV (5,07) signalisiert, dass Analysten mit deutlich steigenden Gewinnen rechnen – vorausgesetzt, das Unternehmen bekommt die aktuellen Probleme in den Griff.
Institutionelle Unterstützung
Stützend wirkt die anhaltende Präsenz institutioneller Investoren. Der Schwab Crypto Thematic ETF hält rund 7,33 Millionen Aktien von DeFi Technologies. Das entspricht 2,44 % der gesamten ETF-Vermögenswerte und bietet einen gewissen Stabilitätsanker in einem von Privatanlegern geprägten Umfeld.
Wichtige Termine im Januar und März
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürfte die Frist zum 30. Januar 2026 im Sammelklageverfahren sein. Ob es zu einer Einigung oder zu einer Verschärfung der rechtlichen Auseinandersetzung kommt, wird maßgeblich bestimmen, ob sich die aktuelle Notierung in Richtung des durchschnittlichen Analystenziels von 3,07 US-Dollar bewegen kann.
Das Handelsvolumen der jüngsten Sitzung lag bei 6,67 Millionen Aktien und damit leicht unter dem 10-Tage-Durchschnitt von 7,18 Millionen Stücken, was auf erhöhtes, aber nicht extremes Interesse hindeutet. Zusätzliche Impulse sind von der nächsten Quartalszahlen-Veröffentlichung zu erwarten, die derzeit für den 26. März 2026 angesetzt ist und weitere Details zu den operativen Themen liefern soll, die im Mittelpunkt der Klagen stehen.
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