Delivery Hero Aktie: Goldman Sachs bei 15,12 Prozent
Goldman Sachs stockt bei Delivery Hero auf, während JPMorgan reduziert. Der Konzern treibt die Elektro-Flotte voran und bereitet den CEO-Wechsel vor.

Kurz zusammengefasst
- Goldman Sachs erhöht Beteiligung auf 15 Prozent
- Aktie mit 87 Prozent Plus in 30 Tagen
- Elektro-Flotte soll bis 2032 ausgebaut werden
- CEO Niklas Östberg kündigt Rückzug an
87 Prozent Kursplus in nur 30 Tagen. Während die Aktie von Delivery Hero heißläuft, sortieren sich im Hintergrund die Großaktionäre neu. Operativ rückt der Lieferdienst derweil seine Klimaziele in den Fokus und bereitet den Abschied seines Gründers vor.
Massive Kursrallye und neue Machtverhältnisse
Am Freitag ging das Papier bei 38,77 Euro aus dem Handel. Damit kratzt der Kurs am jüngsten Jahreshoch von knapp 40 Euro. Ein Blick auf die Technik zeigt die immense Dynamik: Mit einem RSI-Wert von über 76 gilt der Titel aktuell als überkauft.
Parallel dazu verschieben sich die Gewichte im Aktionärskreis. Goldman Sachs meldete kürzlich einen Anteil von 15,12 Prozent, der primär über Finanzinstrumente gehalten wird. JPMorgan reduzierte sein Engagement indes von vormals über sechs auf nun 4,71 Prozent.
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Elektromobilität auf der letzten Meile
Abseits des Börsenparketts treibt das Management den ökologischen Umbau der Flotte voran. Bis 2032 sollen 65 Prozent aller Lieferungen weltweit emissionsfrei erfolgen. Lokale Marken wie Glovo in Uganda oder talabat in den Vereinigten Arabischen Emiraten subventionieren dafür den Wechsel auf Elektromotorräder und bauen eigene Batteriewechsel-Stationen auf. Delivery Hero nutzt seine globale Reichweite, um diese regionalen Initiativen zu skalieren.
Diese Infrastrukturinvestitionen flankieren die Strategie der „Everyday App“. Der Konzern will längst nicht mehr nur Restaurantessen ausliefern, sondern das gesamte Spektrum des täglichen Bedarfs abdecken. Im ersten Quartal sorgte dieser Ansatz für ein deutliches Wachstum beim Bruttowarenwert. Delivery Hero konzentriert sich dabei strikt auf Regionen mit starker Marktposition.
Den endgültigen Umbau wird ein neues Gesicht verantworten. Co-Gründer und CEO Niklas Östberg gibt seinen Posten zum 31. März 2027 ab. Bis zu diesem Stichtag leitet er weiterhin die laufende strategische Prüfung, mit der das Unternehmen zusätzliche Werte für Aktionäre heben will.
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