Die jüngste Eskalation im Nahen Osten trifft Delivery Hero an einer empfindlichen Stelle. Während der Börsenhandel in Dubai aufgrund regionaler Instabilitäten zu Beginn der Woche aussetzte, reagierten Anleger in Frankfurt besorgt auf die Ungewissheit rund um die Tochtergesellschaft Talabat. Kann das operativ starke Geschäftsjahr 2025 diese geopolitischen Risiken abfedern?
Die operative Betroffenheit ist erheblich, da Talabat zentrale Märkte wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar bedient. Berichte über Drohnenangriffe und beeinträchtigte Infrastruktur schürten zuletzt Sorgen über gestörte Lieferketten und eine sinkende Konsumnachfrage in der Region. Die Aktie notiert am Mittwoch bei 17,50 € zwar leicht über dem Vortagesniveau, weist jedoch auf Sicht von 30 Tagen ein deutliches Minus von fast 33 % auf.
Starke Bilanz trifft auf unsicheres Umfeld
Dabei lieferte der Konzern erst Ende Februar ein positives Signal. Mit einem vorläufigen bereinigten EBITDA von über 900 Millionen Euro und einem erstmals positiven freien Cashflow von mehr als 200 Millionen Euro für das Jahr 2025 schien die Transformation zum profitablen Unternehmen geglückt. Besonders der Quick-Commerce-Bereich entwickelte sich mit einem Bruttowarenwert (GMV) von 7,5 Milliarden Euro dynamisch.
Diese fundamentalen Fortschritte treten durch die politische Lage momentan jedoch in den Hintergrund. Das Papier bewegt sich derzeit gefährlich nahe an seinem 52-Wochen-Tief von 16,02 €, das erst im November markiert wurde.
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Talabat unter Investitionsdruck
Zusätzlich trüben konservative Ausblicke der Tochter Talabat das Bild. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Management dort ein bereinigtes EBITDA zwischen 510 und 540 Millionen US-Dollar – ein Wert, der hinter den ursprünglichen Markterwartungen zurückblieb. Um die Marktposition gegen wachsenden Wettbewerb in Kuwait und den Emiraten zu verteidigen, sind Investitionen von rund 150 Millionen US-Dollar in Dark Stores und den Lieferdienst geplant.
Während Analysten von Jefferies das Kursziel bei optimistischen 35 Euro belassen, sieht die Deutsche Bank Research das Papier mit einem Ziel von 21 Euro deutlich vorsichtiger. Der Fokus der Marktbeobachter verschiebt sich nun auf die kurzfristige Visibilität in der MENA-Region und mögliche regulatorische Eingriffe bei den Lieferpreisen.
Am 26. März wird Delivery Hero den vollständigen Geschäftsbericht für 2025 vorlegen. Anleger erwarten zu diesem Termin einen detaillierten strategischen Fahrplan, der aufzeigt, wie das angestrebte GMV-Ziel von 10 Milliarden Euro im Quick Commerce trotz des schwierigen Umfelds und des hohen Investitionsbedarfs erreicht werden soll.
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