Der Essenslieferdienst sorgt mit seinem jüngsten Zahlenwerk für gemischte Gefühle unter den Anlegern. Einerseits überraschte das Unternehmen mit einem starken ersten Halbjahr und deutlich übertroffenen Gewinnerwartungen. Andererseits drückte Vorstandschef Niklas Östberg unmittelbar nach der Veröffentlichung auf die Bremse und kürzte die Jahresprognose.
Die Aktie reagierte entsprechend unentschlossen: Nach anfänglichen Schwankungen zwischen Gewinnen von 4,5 Prozent und Verlusten von über drei Prozent setzten sich schließlich die Pessimisten durch. Der Kurs fiel um 2,5 Prozent auf 22,84 Euro – ein weiterer Baustein im dramatischen Absturz der vergangenen Jahre.
Von Höhenflügen zu Tiefständen
Die Zahlen erzählen eine Geschichte von verpassten Chancten: Seit dem Corona-Hoch von über 145 Euro im Jahr 2021 hat die Aktie mehr als 80 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Allein in diesem Jahr summiert sich der Verlust bereits auf fast 18 Prozent.
Dabei lief das operative Geschäft zuletzt durchaus rund. Der Gesamtumsatz kletterte im ersten Halbjahr währungsbereinigt um beachtliche 25 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Noch beeindruckender: Das operative Ergebnis schnellte um 71 Prozent auf 411 Millionen Euro nach oben und übertraf damit die Analystenschätzungen deutlich.
Währungseffekte vermiesen die Bilanz
Doch genau hier liegt der Haken: Östberg musste die Jahresprognose für das bereinigte EBITDA von ursprünglich 975 bis 1.025 Millionen Euro auf nur noch 900 bis 940 Millionen Euro zusammenstreichen. Der Grund sind millionenschwere Wechselkursverluste durch die Euro-Stärke gegenüber Dollar-gekoppelten Währungen und dem koreanischen Won.
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Besonders ärgerlich für die Investoren: Die Kürzung erfolgte rein währungsbedingt und hatte nichts mit der operativen Leistung zu tun. Analyst Giles Thorne von Jefferies sieht darin zwar keine große Überraschung, die Anleger störten sich dennoch an der Prognosesenkung.
Asien als Hoffnungsträger
Immerhin zeigt sich das wichtige Asiengeschäft wieder von seiner besten Seite. Nach längerer Schwächephase ist dort die Rückkehr zum Wachstum gelungen. Selbst in Südkorea, wo der Konzern zuletzt Federn lassen musste, verbessert sich die Dynamik spürbar.
JPMorgan-Analyst Marcus Diebel bleibt trotz aller Widrigkeiten optimistisch und stuft die Aktie weiterhin als „Overweight“ ein – allerdings mit reduziertem Kursziel von 29 statt 35 Euro. Auf dem aktuellen Bewertungsniveau sieht er eine Kaufgelegenheit.
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