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Meldung

In vielen Lebensbereichen ist es unerlässlich, auf sich aufzupassen und auf dem Laufenden zu bleiben. Das gilt insbesondere für das leibliche Wohlergehen, aber auch für den Umgang mit Finanzprodukten. Dabei steht am Anfang die einfach klingende Frage: Wie schätzt man als Anlegerin oder Anleger die aktuelle Wirtschaftslage und die Entwicklung an den Finanzmärkten ein; und das knapp zwei Monate vor einer womöglich politischen Weichenstellung in Deutschland?

Mit anderen Worten: Es ist derzeit sicherlich alles andere als leicht, sich ein klares Bild zu verschaffen. Wirtschaftsdaten und Wahlkampf ergeben zumindest ein widersprüchliches Bild. Einerseits weisen die Fundamentaldaten Corona-bedingt keine goldenen Zeiten aus, aber andererseits erleben wir eine bemerkenswerte Stabilität nicht nur beim Dax.

Wer also in diesen Zeiten den Überblick behalten will, sollte gut informiert sein. Dazu gehört natürlich auch, dass Anlegerinnen und Anleger das kleine 1x1 ihrer eigenen Buchführung beherrschen. Gemeint ist damit die klare Struktur und Ausrichtung des eigenen Depots. Längst sind die Zeiten von Kostolanys „Buy and Hold“-Strategie vorbei.

Wie häufig aber überprüfen Privatanleger eigentlich die Wertentwicklung der Produkte in ihren Depots? Die Untersuchungen dazu sind zwar rar, aber dennoch aussagekräftig. Tendenziell schauen erfahrene Selbstentscheider, die ihr Portfolio eigenständig managen, deutlich häufiger nach ihren Positionen als langfristig orientierte Anlagekunden.

Und was unterscheidet den beratungsaffinen Kleinanleger vom ambitionierten Trader? Die Antwort findet sich schnell, wenn man sich Risikobereitschaft und Anlagehorizont der jeweiligen Investorinnen und Investoren anschaut.

Für denjenigen, der mehrfach am Tag handelt und schnell in Produkte investiert, aber sie auch kurze Zeit später wieder verkauft, ist die quasi ununterbrochene Beobachtung der Märkte unerlässlich. Mangelnde Aufmerksamkeit kann für einen solchen Trader schnell sehr teuer werden. Aufgrund des erhöhten Risikos muss man seine Positionen folglich ständig beobachten.

Bei Kundinnen und Kunden, die sich für eine mittel- bis langfristige Anlage entscheiden, ist das anders. Sie wollen meist keine größeren Risiken auf sich nehmen und sind mehr am Erhalt ihres Vermögens mit der Option auf ein leichtes Plus aus. Diese Anlegerinnen und Anleger sind meist gut beraten, zwar ab und an mal einen Blick in ihr Depot zu werfen, aber keinesfalls ununterbrochen die Gewinn- und Verlustsituation zu analysieren und zu hinterfragen. Denn bestenfalls ist ihnen bewusst, dass das ohnehin lediglich den hausgemachten psychologischen Druck erhöht und nicht zwingend zu rationalen Entscheidungen führt.

Unabhängig von der Häufigkeit ist es in jedem Fall sinnvoll festzulegen, ab welcher Kursschwelle jemand mögliche Gewinne realisieren oder Verluste in Kauf nehmen will. Hier müssen insbesondere kurzfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger, die in Optionsscheine oder Knock-Out-Papiere investieren, den Marktverlauf kontinuierlich beobachten, um sich vor unliebsamen Überraschungen zu schützen.

Gerade Trader wissen sehr genau aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, nichts dem Zufall überlassen wollen, sondern ihr Depot genau im Blick zu behalten. So sind sie in der Lage, sehr schnell auf neue Marktentwicklungen reagieren zu können. Schlussendlich geht es um Ihr Geld und darum, die Verantwortung dafür wahrzunehmen.



 

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