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Meldung
Glühbirne als Symbol einer genialen Idee

Steigende Energiepreise sind ein Ärgernis für alle Beteiligten. Für die Konsumenten sowieso. Doch auch für Industrie und Handel.

Seit einigen Monaten ziehen insbesondere die Preise für Erdgas steil nach oben durch. Um satte 300 % verteuerte sich der Preis für Erdgas seit April 2020 (Stand für diese Zahl und alle weiteren Zahlen: 29.09.2021).

Eine ungünstige Entwicklung. Nicht nur für jene, die im Winter mit Erdgas heizen möchten. Auch für Stromkunden könnte die Preisexplosion beim Erdgas teuer werden.

Was kaum jemand mitbekommen hat: Der diesjährige Sommer war extrem windstill. Gaskraftwerke mussten da einspringen, wo die Windkraft nicht liefern konnte.

Für Investoren scheint die Sache klar: Steigende Energiepreise setzen Anreize für Investitionen in die Erdgasförderung. Also einfach ein paar Gazprom-Aktien (WKN: 903276) ins Depot schaufeln und fertig? Vielleicht. Doch wer langfristig denkt, könnte gänzlich andere Aktien favorisieren.

Der Erdgaspreis kann nicht unendlich steigen

Die Gazprom-Aktie ist wieder da. Nach einem beinahe zehnjährigen Winterschlaf rückt der Aktienkurs des Erdgasförderers wieder an die Marke von 10 Euro heran. Allein im Jahr 2021 stieg die Aktie um 150 %.

Weiter steigende Energiepreise könnten da noch einen draufsetzen. Doch kann der Erdgaspreis unendlich steigen?

Natürlich nicht. Irgendwann werden sich die Kunden nach Alternativen umschauen. Zumal Erdgaskraftwerke nicht gerade zu den günstigsten Energiequellen gehören.

Das Stichwort ist: Stromgestehungskosten. Das sind die Kosten (Kapitalkosten, Betriebskosten, Brennstoffkosten etc.), die bei der Umwandlung von einer Energieform in elektrischen Strom entstehen.

Die Atom- und Wasserkraft sind unschlagbar kostengünstig

Nach einer Studie aus dem Jahr 2015 kostet eine Kilowattstunde Strom aus dem Erdgaskraftwerk zwischen 0,05 Euro und 0,16 Euro. Damit ist die Stromerzeugung mit Erdgas beinahe ebenso teuer wie die mit Offshore-Windkraft.

Im Gegensatz zu Windkraftanlagen können Erdgaskraftwerke jederzeit liefern. Dafür ist Erdgas nicht gerade CO2-neutral.

Langfristig orientierte Investoren könnten sich überlegen, ob steigende Energiepreise jetzt nicht eher den Weg für gänzlich andere Formen der Energieerzeugung frei machen. Die Atomkraft könnte ein Comeback feiern. Hier wird nicht nur CO2-neutral produziert. Mit durchschnittlich 0,05 Euro pro Kilowattstunde ist die Atomkraft auch vergleichsweise günstig.

Wasserkraftwerke stehen allerdings ganz oben auf meiner Favoritenliste. Mit Kosten zwischen 0,02 Euro und 0,10 Euro je Kilowattstunde ist die Wasserkraft im Minimum so günstig wie kein anderes Produkt. Obendrein CO2-neutral und zuverlässig.

Steigende Energiepreise könnten die endgültige Energiewende bringen

Steigende Energiepreise will niemand. Doch womöglich ist diese Entwicklung notwendig. Wenn auch nur als Zündfunke für eine langfristige Energiewende der ganz anderen Art.

Atom- und Wasserkaft könnten am Ende als die strahlenden Sieger vom Platz gehen. Wer das vermutet, kauft jetzt die Aktien von Uranförderer Cameco (WKN: 882017) und Wasserkraftversorger Verbund AG (WKN: 877738).

Was auch immer kommt, muss in meinen Augen zuverlässig, kostengünstig und CO2-neutral sein. Es würde mich hingegen sehr wundern, wenn der Energieträger Erdgas eine ausgedehnte Ära der steigenden Energiepreise unbeschadet überlebt.

Der Artikel Steigende Energiepreise: Mit diesen Aktien profitiert man langfristig ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021

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