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Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Der Launch des ersten Bitcoin-Futures-ETFs in den USA gilt als Hauptgrund dafür, dass der Bitcoin (ISIN: CRYPT0000BTC, WKN: nicht bekannt) in dieser Woche bei 66.930 Dollar auf ein neues Allzeithoch gesprungen ist, so Nikolas Kessler vom Anlegermagazin "Der Aktionär".


Die Analysten von J.P. Morgan hätten jedoch Zweifel an dieser Narrative - sie hätten stattdessen eine ganz andere Theorie.

Krypto-Fans und Anleger hätten in dieser Woche den Handelsstart des ProShares Bitcoin Strategy ETFs (BITO) an der New York Stock Exchange als Meilenstein für die junge Assetklasse gefeiert. Gemessen am verwalteten Vermögen habe der Indexfonds bereits am zweiten Handelstag einen Rekord erreicht und der Bitcoin selbst sei am Mittwoch auf ein neues Allzeithoch gesprungen.

Die Analysten um Nikolaos Panigirtzoglou von J.P. Morgan hätten in einer aktuellen Studie allerdings Zweifel an der Nachhaltigkeit dieses Impulses geäußert. Es sei unwahrscheinlich, dass das BICO-Debüt eine neue Phase mit signifikanten Mittelzuflüssen in den Bitcoin auslösen werde, heiße es in einer aktuellen Studie. Anleger, die in Bitcoin investieren wollten, hätten schließlich schon vorher eine Vielzahl an Anlageoptionen gehabt.

Sie würden dagegen einen ganz anderen Grund für den jüngsten Anstieg auf ein neue Allzeithoch sehen: "Wir glauben, dass die Wahrnehmung von Bitcoin als besserem Inflationsschutz als Gold der Hauptgrund für den aktuellen Aufschwung ist, der seit September eine Verlagerung von Gold-ETFs hin zu Bitcoin-Fonds auslöste", so Panigirtzoglou. Und angesichts stetig anziehender Teuerungsraten sei das aktueller denn je.

Bereits am Mittwoch habe Investor Paul Tudor Jones im Interview mit CNBC erklärt, dass er derzeit die steigende Inflation als größte Gefahr für die Märkte werte - und dass Kryptowährungen wie der Bitcoin ein guter Inflationsschutz wären. "Bitcoin wäre ein großartiger Hedge, Krypto wäre ein großartiger Hedge. (…) Ich würde sie Gold momentan vorziehen", so der Milliardär.

Diese Einschätzung spiegele sich auch in der J.P. Morgan-Analysewider: "Die Sorgen vor steigender Inflation unter den Investoren erneuern das Interesse an Absicherungsstrategien, einschließlich der Nutzung von Bitcoin als Hedge", heiße es darin. Dass sich Gold in den vergangenen Wochen nicht als angemessene Lösung für diese Sorgen habe präsentieren können, habe die Attraktivität des Bitcoin als Alternative demnach noch gesteigert.

Auch wenn J.P. Morgan-CEO Jamie Dimon seine kritische Haltung zum Bitcoin erst kürzlich wieder bekräftigt habe, würden Marktstratege Panigirtzoglou und sein Team bullish bleiben: Die anhaltende Verschiebung der Kapitalflüsse und das Momentum am Kryptomarkt böten dem Bitcoin die Grundlage für ein starkes Jahresende.

Auch DER AKTIONÄR rechnet mit einer Fortsetzung oder gar Beschleunigung der laufenden Jahresendrallye. Dass der Bitcoin nach dem Allzeithoch in dieser Woche kurzfristig eine Pause einlege, sei dabei kein Grund zur Sorge - zumal die Konsolidierung auf hohem Niveau erfolge.

Investierte Anleger würden daher kein Stück aus der Hand geben. Neueinsteiger könnten schwächere Tage nach dem jüngsten Kaufsignal nutzen, um eine langfristige Position aufzubauen.

Hinweis auf Interessenskollision:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Nikolas Kessler ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen/ genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR. (22.10.2021/ac/a/m)


 

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