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Meldung

Erstmals in der Geschichte hat Gold die 2000-Dollar-Marke gerissen. Für vielen Experten erst der Beginn einer großen Rally. Wir sehen die Lage etwas gemischter, was wir heute ausführlich im Börsenbrief erklären. Dort gibt es neue Produkte für ihr Investment in Gold Zuletzt schnellte Silber so kräftig nach oben wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr, während Gold im ersten Anlauf eine neue Bestmarke erzielte. Doch auch der Bitcoin kommt allmählich in Schwung. Gleich mehrere Faktoren treiben die Rally an. Allerdings gibt es auch erste Warnsignale, die Anleger beachten sollten. 

 

Ungewöhnlich  kräftige Bewegungen sind im Börsenjahr 2020 keine Seltenheit. Erst sackten die Aktienmärkte in Rekordtempo ab, dann rauschte der Ölpreis kurzzeitig tief in den negativen Bereich und aktuell gehen die Edelmetalle durch die Decke. Gold kletterte seit dem März-Tief um mehr als 30 Prozent und erzielte eine neue Rekordmarke, Silber schnellte in der Spitze sogar um gut 120 Prozent in die Höhe. Der Blick auf den Chart erinnert fast schon an eine Fahnenstange, auf die an der Börse nicht selten ebenso kräftige Rücksetzer folgen.


Auch die Edelmetalle unterliegen grundsätzlich der Marktphysik. Anders formuliert: Bei Gold und vor allem Silber verlief der jüngste Anstieg zu schnell, die Kurse sind überhitzt. Dazu reicht ein Blick auf den Abstand zur 21-Tage-Linie. Gold notierte zuletzt rund sieben Prozent über dem Monatsdurchschnitt, auf ähnliche Extremwerte folgte in den zurückliegenden Jahren immer eine Atempause. Silber setzte sich vom Durchschnitt sogar so weit ab wie zuletzt 1998. Eine gesunde Konsolidierung wäre daher wünschenswert und würde zugleich viel über die Nachhaltigkeit der Bewegung verraten. Dabei gilt: Je geringer die Gewinnmitnahmen ausfallen, desto besser bleiben die Aussichten. Rücksetzer in Gold und Silber kann man im privaten Depot mit einem Einstieg verbinden. Die passenden Zertifikate sind die Turbo-Bulls CU17SR auf Gold und UD759K auf Silber, jeweils mit Hebel 3.


Zahlreiche Gründe für den Goldpreisanstieg


„Aus fundamentaler Sicht scheint die Gold-Rally recht gut unterfüttert“, meint Norbert Betz, Leiter der Handelsüberwachung der Börse München/gettex. „Ein wesentlicher Treiber ist die anhaltende Dollar-Schwäche. Wertet der Greenback ab, wird das Edelmetall für Käufer aus anderen Währungsräumen günstiger“, führt Betz aus. Sorgen vor einer zweiten Corona-Welle und erneuten Lockdowns in zahlreiche Industrieländern befeuern die Goldpreis-Rally ebenso wie die kräftig steigende Verschuldung von Staaten und Unternehmen. Um die Schulden auch weiterhin zu bedienen, halten die Notenbanken die Zinsen im Keller. Kürzlich lag die Zahl der weltweiten Staatsanleihen mit negativer Rendite erstmals seit März wieder bei mehr als 13 Billionen Dollar. Gold verliert somit immer stärker seinen Renditenachteil gegenüber Anleihen. „Außerdem ist Gold viel mehr als nur eine Anlage mit Blick auf Rendite, es ist die ultimative Währung des letzten Auswegs in einer aus den Fugen geratenen Geldpolitik“, so Betz.


Inflationsschutz gesucht


Eng damit verknüpft sind immer stärker aufkeimende Befürchtungen vor einer stärkeren Inflation. Notenbanken könnten verstärkt Geld drucken um so mit der dann anziehenden Teuerung die Schuldenberge zu reduzieren. Gerade Gold und Silber gelten als klassischer Krisen- und Inflationsschutz. Von diesen Sorgen profitiert derzeit auch der Bitcoin. Erst kürzlich wurde die Belohnung für das Schürfen neuer Bitcoins halbiert. Mit dem sogenannten „Halving“ wächst das Angebot neuer Bitcoins immer langsamer. Dieser eingebaute Inflationsschutz spielt der Digitalmünze nun verstärkt in die Karten.  Vontobel bietet ein Partizipationszertifikat mit der WKN VL3TBC auf die digitale Währung an.


Funda Sertkaya, Geschäftsführerin beim Goldhändler Ophirum, sieht aber auch eine Kehrseite der Medaille bei Gold und Silber: „Unter dem rekordhohen Preisniveau in nahezu allen Währungen könnte die physische Nachfrage im zweiten Halbjahr deutlich leiden. Wie lange dies noch durch größere Zukäufe westlicher Investoren in den Gold- und Silber-ETFs ausgeglichen wird, ist offen.“ Die Zuflüsse in Gold- und Silber-ETFs waren im ersten Halbjahr einer der großen Treiber für die Edelmetall-Rally.


Kurzfristig ist bei beiden Edelmetallen mit einer erhöhten Schwankungsintensität aufgrund von Gewinnmitnahmen und Nachkäufen zu rechnen. Vor allem die technische Überhitzung mahnt zur Vorsicht. Grundsätzlich könnte die Investmentstory aber noch viel weiter reichen. Sollten die Realzinsen 2021 noch stärker fallen, wäre dies ein sehr gutes Umfeld. Da Silber im Vergleich zu Gold relativ günstig ist, bietet das Edelmetall bei einer robuster werdenden Weltkonjunktur die größeren Chancen. Aus der Industrie stammt rund die Hälfte der Silber-Nachfrage, das „Gold des kleinen Mannes“ ist daher wesentlich enger in den Wirtschaftskreislauf eingebunden. Bei einer konjunkturellen Belebung sowie steigender Inflation sollte Silber seine aktuelle Stärke gegenüber Gold daher weiter ausbauen.



 

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