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Meldung
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Airbus-AktienAnalysevon "Der Aktionär":

Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Airbus Group SE (ISIN: NL0000235190, WKN: 938914, Ticker-Symbol: AIR, Nasdaq OTC-Symbol: EADSF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.


In Chicago seien einige Boeing (ISIN: US0970231058, WKN: 850471, Ticker-Symbol: BCO, NYSE-Symbol: BA)-Manager wohl blass geworden. In der Zentrale des amerikanischen Airbus-Konkurrenten müssten die heute vorgelegten Geschäftszahlen der Europäer wie ein Schock gewirkt haben. Airbus habe im ersten Halbjahr seinen Umsatz um 30 Prozent gesteigert und verdopple nun seine Gewinnziele für 2021. Zudem wende sich Ferienflieger Condor von Boeing ab. Die Airbus-Aktie springe auf ein 17-Monats-Hoch.

Die Geschäfte des Flugzeugbauers Airbus hätten sich zuletzt überraschend stark erholt. Airbus habe den Umsatz im ersten Halbjahr 2021 um 30 Prozent auf 24,6 Milliarden Euro gesteigert. Im zweiten Quartal habe das Plus sogar 70 Prozent auf 14,2 Milliarden Euro betragen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten habe nach den ersten sechs Monaten bei 2,7 Milliarden Euro gelegen. Der bereinigte operative Gewinn habe im Q2 gut zwei Milliarden Euro erreicht, nachdem hier ein Jahr zuvor ein Verlust von 1,2 Milliarden gestanden habe.

Unter dem Strich habe Airbus nun knapp 1,9 Milliarden Euro verdient - auch weil der Konzern eine Abschreibung auf das ehemalige A380-Werk in Toulouse rückgängig habe machen können. Dort entstehe nun eine neue Produktionslinie für den Mittelstreckenjet A321neo.

Das Management peile für das Gesamtjahr jetzt die Auslieferung von rund 600 Verkehrsflugzeugen und einen bereinigten operativen Gewinn (bereinigtes EBIT) von etwa vier Milliarden Euro an. Bisher habe Airbus geplant, mindestens so viele Verkehrsflugzeuge auszuliefern wie im Krisenjahr 2020. Da habe er 566 Maschinen an seine Kunden übergeben. Der operative Gewinn sollte vor Sondereffekten mindestens zwei Milliarden Euro erreichen.

Nach der massiven Erhöhung der Jahresziele seien die Papiere von Airbus am Donnerstag in die Höhe geschossen. Im frühen Xetra-Handel hätten sie zeitweise um mehr als fünf Prozent bis auf 120,92 Euro angezogen. Das sei das höchste Niveau seit Februar 2020.

Die UBS-Expertin Celine Fornaro habe den Bericht zum starken ersten Halbjahr als Paukenschlag gewertet. Alle Augen seien auf den Ausblick gerichtet gewesen, und der sei gut genug für eine positive Kursreaktion, so Fornaro. Nach der Verdopplung des operativen Ergebnisziels müssten die Markterwartungen nun um über 20 Prozent steigen.

Außerdem habe Airbus-Chef Guillaume Faury nun den Bau einer Frachtversion des Großraumjets A350 angekündigt. Aufträge dafür lägen jedoch noch nicht vor, habe Faury bestätigt.

Eine weitere Meldung werde Boeing nicht erfreuen: Der Ferienflieger Condor erneuere nach dem Einstieg seines neuen Mehrheitseigners Attestor die Langstreckenflotte. Bis Mitte 2024 würden alle 16 Großraumjets vom Typ Boeing 767 durch ebenso viele fabrikneue Airbus A330neo ersetzt, heiße es in einer Condor-Mitteilung. Die erste neue Maschine solle im Herbst 2022 eintreffen. Airbus bekomme in diesem Zuge jedoch nur zusätzliche Bestellungen über sieben Jets. Die restlichen neun Maschinen erhalte Condor von Leasingfirmen, habe ein Airbus-Sprecher am Donnerstag erläutert.

Die Ferienfluggesellschaft habe den Austausch ihrer alten und spritdurstigen Langstreckenjets lange ins Auge gefasst. Doch schon vor der Pandemie habe dem Unternehmen dafür das Geld gefehlt, da seine frühere Muttergesellschaft Thomas Cook aus eigener Not heraus lange die Gewinne abgeschöpft habe und 2019 pleitegegangen sei. Kurz danach und erneut in der Corona-Pandemie habe der deutsche Staat Condor vor dem Aus gerettet.

Attestor bringe nun 200 Millionen Euro frisches Eigenkapital bei Condor ein und werde mit 51 Prozent Mehrheitseigner. Zusätzlich sollten rund 250 Millionen Euro in neue Flugzeuge fließen, während die über 4.000 Arbeitsplätze bei Condor erhalten bleiben würden.

Der Airbus A330neo sei die spritsparende Neuauflage des Airbus-Großraumjets A330, der etwa bei der Lufthansa und deren neuer Ferienflugtochter Eurowings Discover zum Einsatz komme. Condor sei nach eigenen Angaben der erste deutsche Käufer der A330neo. (Mit Material von dpa-AFX)

Vor einer Woche habe hier das Fazit gelautet: "Schon bei der Vorlage der Quartalszahlen am nächsten Donnerstag könnte es zudem trotz der jüngsten Einschränkungen im Luftverkehr zu einer Prognoseanhebung des Flugzeugbauers kommen, die den Kurs weiter aufwärts treiben dürfte. Engagierte Airbus-Anleger bleiben dabei und setzen auf eine Überwindung der Chart-Hürde beim Jahreshoch von 116 Euro." Das sei nun eingetreten.

Ab September dürfte das MDAX-Schwergewicht zudem in den DAX 40 aufgenommen werden. DER AKTIONÄR ist weiterhin optimistisch für die Airbus-Aktie gestimmt und hat ein Kursziel von 140 Euro ausgegeben, so Martin Mrowka von "Der Aktionär". (Analyse vom 29.07.2021)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Airbus-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Airbus-Aktie:
119,50 EUR +4,97% (29.07.2021, 11:09)

Xetra-Aktienkurs Airbus-Aktie:
119,74 EUR +3,96% (29.07.2021, 10:54)

ISIN Airbus-Aktie:
NL0000235190

WKN Airbus-Aktie:
938914

Ticker-Symbol Airbus-Aktie:
AIR

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Airbus-Aktie:
EADSF

Kurzprofil Airbus SE:

Airbus (ISIN: NL0000235190, WKN: 938914, Ticker-Symbol: AIR, Nasdaq OTC-Symbol: EADSF) (ehemals EADS bzw. Airbus Group) ist in den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung tätig. Der Konzern (Auslieferungen im Jahr 2019: 863 Stück) ist bei Verkehrsflugzeugen neben Boeing (380 Stück) Weltmarktführer. Zudem ist Airbus europäischer Marktführer in den Bereichen Tank-, Kampf- und Transportflugzeuge sowie Raumfahrt. Ferner lieferte das Unternehmen im Jahr 2019 332 Helikopter aus. (29.07.2021/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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