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WKN: 851144 ISIN: US3696041033
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Meldung
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - MTU Aero Engines-AktienAnalysevon "Der Aktionär":

Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die MTU Aero Engines-Aktie (ISIN: DE000A0D9PT0, WKN: A0D9PT, Ticker-Symbol: MTX, Nasdaq OTC-Symbol: MTUAF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.


Der Münchner Triebwerksbauer MTU Aero Engines habe besser als zuvor erwartete Quartalszahlen vorgelegt. CEO Reiner Winkler konkretisiere daraufhin seine Prognosen fürs Gesamtjahr. Unter anderem werde auch die Gewinnentwicklung nach oben angepasst. An der Börse sorge das am Freitag dennoch nicht für Jubelstürme.

Im zweiten Quartal habe MTU den Umsatz im Vergleich zu dem vom ersten Lockdown geprägten Vorjahreszeitraum um 31 Prozent auf gut eine Milliarde Euro gesteigert. Der bereinigte operative Gewinn habe von 42 Millionen auf 103 Millionen Euro zugelegt und damit die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten übertroffen. Unter dem Strich habe das Unternehmen den Gewinn auf 54 Millionen Euro mehr als vervierfachen können.

Das Unternehmen traue sich nach dem Umsatz- und Gewinnsprung im zweiten Quartal eine konkretere Prognose für das laufende Jahr zu. MTU-Vorstandschef Reiner Winkler rechne für 2021 jetzt mit einem Umsatz von 4,3 bis 4,5 Milliarden Euro. Damit habe er seine bisherige Prognosespanne an beiden Enden um jeweils 100 Millionen Euro eingeengt.

Bei der Gewinnentwicklung werde Winkler etwas optimistischer: So sollten jetzt 10 bis 10,5 Prozent des Umsatzes als bereinigter operativer Gewinn (bereinigtes EBIT) beim Unternehmen hängen bleiben. Bisher habe er mindestens 9,5 Prozent angepeilt.

Daher müsse der Konzern in der zweiten Jahreshälfte noch etwas zulegen. Dass dies gelinge, würden Winkler und Finanzchef Peter Kameritsch an einer veränderten Nachfrage festmachen. So dürfte das Wartungsgeschäft in diesem Jahr statt um 15 bis 25 Prozent nur um 15 bis 20 Prozent zulegen.

Dafür solle das Militärgeschäft um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz wachsen. Und im Seriengeschäft (OEM) mit neuen Triebwerken und Ersatzteilen erwarte der Vorstand ein Umsatzplus im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich - in beiden Fällen mehr als bisher gedacht.

Gerade das OEM-Geschäft könnte den Gewinn deutlich nach oben treiben. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal sei die operative Marge in diesem Segment mit 18 Prozent mehr als dreimal so hoch gewesen wie in der Wartungssparte. Denn an Ersatzteilen würden Triebwerkshersteller besonders viel verdienen.

Die MTU-Aktie zeige sich in abgeschwächtem DAX-Umfeld am Freitag-Mittag ebenfalls leichter. Mit einem Kursabschlag von 1,5 Prozent auf 208,80 Euro notiere die Aktie nun auch wieder unter der 50-Tage-Linie, die aktuell bei 209,90 Euro verlaufe.

Analysten würden derzeit mehrheitlich für ein Halten der MTU-Aktie plädieren. Im Schnitt hätten sie ein Kursziel von knapp 204 Euro auf dem Zettel - und damit knapp unterhalb des aktuellen Kursniveaus. Allerdings sei die Spanne der Kursziele groß: So habe Warburg-Analyst Christian Cohrs mit 160 Euro das niedrigste Kursziel ausgegeben, während sich die Experten der Investmentbank Kepler Cheuvreux mit 242 Euro am optimistischsten zeigen würden.

Das Geschäft von MTU hänge davon ab, dass Fluggesellschaften neue Flugzeuge von Airbus (ISIN: NL0000235190, WKN: 938914, Ticker-Symbol: AIR, Nasdaq OTC-Symbol: EADSF), Boeing (ISIN: US0970231058, WKN: 850471, Ticker-Symbol: BCO, NYSE-Symbol: BA) oder Embraer (ISIN: US29082A1079, WKN: A1C2PZ) kaufen würden, an deren Antrieben der Münchner Konzern mitarbeite.

Dabei könne sich MTU glücklich schätzen, stärker mit Airbus im Geschäft zu sein als mit Boeing. Denn der US-Konzern habe noch immer mit dem Debakel um seinen Mittelstreckenjet 737 Max zu kämpfen, der nach zwei tödlichen Abstürzen rund 20 Monate lang weltweit nicht mehr abheben durfte. Mit dem Antrieb des Krisen-Jets habe MTU nichts am Hut.

Doch Boeings Probleme würden auch an MTU nicht spurlos vorbeigehen. Schon zum Jahreswechsel hätten die Münchner eine Sonderbelastung von 70 Millionen Euro verbucht, weil der US-Konzern die Erstauslieferung seines runderneuerten Großraumjets 777X um drei Jahre habe verschieben müssen.

Und wegen der Qualitätsprobleme bei Boeings Langstreckenjet 787 "Dreamliner" würden sich die Auslieferungen fertiger Maschinen verzögern. MTU sei an den Triebwerken von General Electric (ISIN: US3696041033, WKN: 851144, Ticker-Symbol: GEC, NYSE-Symbol: GE) für die 777X und den "Dreamliner" beteiligt. (Mit Material von dpa-AFX)

Die konkretisierte Umsatz-Prognose sowie die erhöhten Gewinnaussichten würden Hoffnung machen. Doch MTU bleibe stark abhängig von einem weiter anziehenden Reiseverkehr und neuen Aufträgen aus der Luftfahrtbranche. DER AKTIONÄR hält den DAX-Wert MTU Aero Engines auf einer Watchlist und rät Anlegern entsprechend zum Abwarten, so Martin Mrowka von "Der Aktionär". (Analyse vom 30.07.2021)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze MTU Aero Engines-Aktie:

XETRA-Aktienkurs MTU Aero Engines-Aktie:
207,80 EUR -1,98% (30.07.2021, 13:50)

Tradegate-Aktienkurs MTU Aero Engines-Aktie:
208,60 EUR -1,60% (30.07.2021, 14:03)

ISIN MTU Aero Engines-Aktie:
DE000A0D9PT0

WKN MTU Aero Engines-Aktie:
A0D9PT

Ticker-Symbol MTU Aero Engines-Aktie:
MTX

Nasdaq OTC Ticker-Symbol MTU Aero Engines-Aktie:
MTUAF

Kurzprofil MTU Aero Engines AG:

Die MTU Aero Engines AG (ISIN: DE000A0D9PT0, WKN: A0D9PT, Ticker-Symbol: MTX, Nasdaq OTC-Symbol: MTUAF) ist Deutschlands führender Triebwerkshersteller. Die Kernkompetenzen der MTU liegen bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Turbinenzwischengehäusen sowie Herstell- und Reparaturverfahren. Im zivilen Neugeschäft spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von Hightech-Komponenten im Rahmen internationaler Partnerschaften. MTU-Bauteile kommen bei einem Drittel der weltweiten Verkehrsflugzeuge zum Einsatz. Im Bereich der zivilen Instandhaltung zählt das Unternehmen zu den Top 5 der weltweiten Dienstleister für Luftfahrtantriebe und Industriegasturbinen. Die Aktivitäten sind unter dem Dach der MTU Maintenance zusammengefasst. Auf dem militärischen Gebiet ist die MTU Aero Engines der Systempartner für fast alle Luftfahrtantriebe der Bundeswehr. Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München. (30.07.2021/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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