Wirecard


WKN: 747206 ISIN: DE0007472060
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24.10.20 Wirecard-Pleite: Gab Finanzministerium sensible.
23.10.20 Wirecard-Aktie: Geht da noch was?
23.10.20 Wirecard: Aus, Aus, Aus!
19.10.20 Wirecard Aktie: Was passiert gerade eigentlic.
18.10.20 Wirecard-Aktie: Es wird immer enger!
17.10.20 Wirecard: Wahnsinn – das ist ein Signal!
16.10.20 Wirecard-Aktie: Der Crash setzt sich fort!
16.10.20 Mit Wirecard wird erstmal keiner mehr Spaß h.
14.10.20 Wirecard: Der Abwärtstrend setzt sich fort
14.10.20 Wirecard: Aufgepasst!
12.10.20 Wirecard: Ein unglaublicher Hammer!
10.10.20 BaFin-Mitarbeiter tätigten auffallend viele Wirec.
09.10.20 Wirecard: Das wird nichts mehr!
06.10.20 Wirecard, Grenke und die BaFin: Leerverkäufer.
03.10.20 Wirecard-Skandal: FDP stellt Reformleitlinien vo.
02.10.20 Wirecard-Aktie – Das können Sie lernen!!
30.09.20 Wirecard 2.0? Massiver Druck auf Grenke
28.09.20 Wirecard: Das ist unglaublich!
27.09.20 Wirecard-Aktie: Auch DAS ist nicht zu fasse.
25.09.20 Die nächste Wirecard!


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Meldung

Das ist schon starker Tobak, was der Shortseller Carson Block (Muddy Waters) gestern in einem exklusiven Interview mit der „Wirtschaftswoche“ in Richtung der deutschen Börsenaufsicht BaFin vom Stapel ließ. „Inkompetent und rachsüchtig“ sei die Behörde, hieß es in der WiWo, und sie habe jeden verklagt, der es gewagt habe, „ein deutsches Unternehmen zu kritisieren“. Ist das nun berechtigte Kritik an der BaFin, die im Fall Wirecard augenscheinlich viel zu spät eingriff, oder die mediale Selbstbeweihräucherung eines Profi-Spekulanten?

Die neuen Börsenheiligen?

Vermutlich ein wenig von beidem. Denn der Großteil des Gesprächs mit Carson Block dreht sich um die öffentliche Wahrnehmung von Leerverkäufern in Deutschland. Die habe sich infolge des Wirecard-Skandals deutlich ins Positive gedreht, so Block. Zu diesem Sinneswandel hätten die spektakulären Enthüllungen rund um Wirecard und Nikola beigetragen. Auch das Beispiel Grenke wurde im Interview angeführt, obwohl da ja noch lange nicht geklärt ist, ob an den Vorwürfen überhaupt irgendetwas dran ist.

Mag sein, dass etliche deutsche Anleger den Äußerungen von Leerverkäufern inzwischen mehr Glauben schenken. Doch ich habe meine Zweifel, dass sie hierzulande deswegen gleich zu neuen „Börsenheiligen“ aufsteigen werden. Denn dazu ist das konkrete Verhalten oftmals nicht angetan.

Undurchsichtigkeit auf beiden Seiten

Ich erinnere mich noch gut an den Februar 2016, als mehrere Hedgefonds eine Short-Attacke gegen Wirecard fuhren, in deren Folge die Aktie auf einen Schlag 25 % an Wert verlor. Natürlich hatten die Leerverkäufer auf lange Sicht Recht mit ihren Vorwürfen. Aber wie, bitte schön, wurde die Attacke damals lanciert?

In einem Forum der „Financial Times“ tauchte der Link zu einer „Analyse“ auf, die Wirecard Geldwäsche unterstellte und ein Kursziel von 0 Euro ausrief. Den Verfasser der Analyse – Zatarra Research – schien aber niemand zu kennen. Die Internetseite, auf der der Bericht erschien, war erst kurz zuvor auf die Schnelle zusammengekloppt und auf den Britischen Jungferninseln angemeldet worden. Und das einzige Unternehmen, mit dem sich das vorgebliche Analystenhaus beschäftigt hatte, war Wirecard.

Wenn ich einem Konzern Intransparenz unterstelle, sollte ich selber möglichst transparent vorgehen, sonst mache ich mich unglaubwürdig – meine Meinung. Das passiert mir aber nach wie vor zu oft bei solchen Short-Attacken.

Versicherungsschutz oder Markthygiene?

Zudem halte ich die Argumentation für fragwürdig, Leerverkäufe dienten einer Art „Markthygiene“, also gewissermaßen einem hehren Ziel. Der ursprüngliche Zweck ist ein gänzlich anderer. In Ermangelung von Versicherungen gegen Kursverluste hat sich die Finanzindustrie dieses Instrument ausgedacht, um solche Verluste gegebenenfalls – halbwegs – ausgleichen zu können.

Findige Finanzprofis kamen dann irgendwann auf die Idee, dass sich dieser Versicherungsschutz auch ganz ohne Long-Investment einsetzen lässt, um richtig viel Geld zu verdienen und nicht nur Verluste auszugleichen. Um es mal vorsichtig zu formulieren: Ich habe nicht immer den Eindruck, dass die Wahrheitsfindung und Aufklärung in der Praxis das vorrangige Motiv für solche Short-Attacken ist und die Vorgehensweise sich dementsprechend daran orientiert.


Vergessen Sie alles bisher Dagewesene!

Diese unscheinbare deutsche Aktie wird in Zukunft nur noch steigen … deshalb sollten Sie auf gar keinen Fall zögern und sofort investieren. Denn dieses eine Unternehmen besitzt jetzt die Schlüsseltechnologie, die das Internet der Zukunft benötigt.



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