Wacker Neuson


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Meldung
Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Wacker Neuson-AktienAnalysevon "Der Aktionär":

Michael Schröder vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Baumaschinenspezialisten Wacker Neuson SE (ISIN: DE000WACK012, WKN: WACK01, Ticker-Symbol: WAC, NASDAQ OTC-Symbol: WKRCF) unter die Lupe.


Wacker Neuson habe die operative Talsohle durchschritten. Der Baumaschinenhersteller habe dank guter Geschäfte in Europa und Asien-Pazifik sowie erfolgreicher Einsparungen im Rahmen des internen Restrukturierungsprogramms zum Jahresstart auch unter dem Strich mehr verdient. Die Jahresprognose sei bestätigt worden. Die Aktie bleibe im Aufwind.

Der Umsatz sei bei Wacker Neuson im ersten Quartal um rund sechs Prozent auf 434 Millionen Euro gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe um gut die Hälfte auf 43,6 Millionen Euro zugelegt. Die entsprechende Marge sei um drei Prozentpunkte auf zehn Prozent gestiegen. Im Vorjahr habe Wacker Neuson erste Auswirkungen der Coronakrise zu spüren bekommen. Der Überschuss habe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 29,1 Millionen Euro zugelegt und sich damit fast verdreifacht. Der derzeitige Vorstandsvorsitzende und Finanzchef Kurt Helletzgruber habe sich zufrieden gezeigt: "Wir sind zurück im Wachstumsmodus - und das bei deutlich gesteigerter Profitabilität."

Nun hätten sich sowohl die Segmente Europa als auch Asien-Pazifik als Wachstumstreiber für den Baumaschinenhersteller erwiesen. Besonders positiv habe sich das Geschäft in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) sowie in Osteuropa, Benelux und Großbritannien entwickelt, habe es geheißen. Dabei habe Wacker Neuson von guten Geschäften mit Baggern, Dumpern und Geräten der Verdichtungstechnik profitiert. Auch im Dienstleistungsgeschäft sei es rund gelaufen.

Nach dem mehrwöchigen Stillstand des chinesischen Produktionsnetzwerks und der Händlerorganisation wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Vorjahr, hätten sich die Geschäfte in China besonders stark entwickelt. Die Erlöse hätten dort mehr als verdoppelt werden können. Auch in Australien und Neuseeland habe Wacker Neuson Positives berichtet. Dagegen habe das Unternehmen in der Region Amerika Einbußen hinnehmen müssen. Hier sei die Investitionsneigung der Kunden insbesondere zu Beginn des Jahres noch zurückhaltend gewesen. Gegen Ende des ersten Quartals habe sich die Geschäftslage dann aber deutlich aufgehellt.

Seine Prognose für das laufende Jahr habe Wacker Neuson trotz des starken Jahresstarts erneut bestätigt. So rechne das Unternehmen für 2021 weiter mit einem Umsatzanstieg auf 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro. 2020 seien die Erlöse im Zuge der Corona-Krise im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gesunken. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern solle auf 8 bis 9,5 Prozent steigen nach 4,7 Prozent im Vorjahr. Das Unternehmen habe aber auch auf weiterhin anhaltende Unsicherheiten im makroökonomischen Umfeld sowie im Bereich der globalen Lieferketten verwiesen.

Trotz einer dynamischen Entwicklung beim Auftragseingang, die sich auch zu Beginn des zweiten Quartals fortgesetzt habe, habe Wacker Neuson auf Herausforderungen verwiesen, etwa durch die zwischenzeitliche Blockade des Suezkanals. "Wir müssen unsere Produktion derzeit äußerst flexibel fahren, um keine Produktionsslot zu verlieren", so Helletzgruber. Zudem sehe sich der Konzern gestiegenen Preisen für Rohstoffe, Komponenten und Transporte ausgesetzt.

Der noch amtierende Konzern- und Finanzchef werde die Verantwortung für das Finanzressort in Kürze abgeben. Denn ab dem 1. Juni werde Christoph Burkhard neuer Finanzchef bei den Münchnern. Helletzgruber sei momentan aus dem Aufsichtsrat in den Vorstand entsendet und übergangsweise als Vorstands- und Finanzchef tätig. Burkhard werde laut Mitteilung neben den Finanzen auch die Ressorts Controlling und Risikomanagement, Revision, IT und Absatzfinanzierung verantworten.

Zum Antritt seiner neuen Position werde sich bei Wacker Neuson auch an der Konzernspitze eine Veränderung ergeben. So werde auch der neue Vorstandschef Karl Tragl seinen Posten wie geplant und zeitgleich mit Burkhard am 1. Juni antreten. Tragl sei zuletzt im Vorstand der Diehl-Gruppe tätig gewesen, habe diese aber Ende 2020 aus persönlichen Gründen verlassen. Helletzgruber werde dagegen wie geplant wieder in den Aufsichtsrat zurückkehren. Damit sei Wacker Neuson personell auf Führungsebene neu aufgestellt. Ende vergangenen Jahres seien sowohl der damalige Vorstandschef Martin Lehner als auch der damalige Finanzchef Wilfried Trepels aus unterschiedlichen Gründen ausgeschieden.

Das Marktumfeld passe. Der neue Vorstand sollte die Gesellschaft daher weiter auf dem Wachstumskurs halten. Kurzfristig habe der Titel aber schon einen großen Teil der guten Aussichten eingepreist. Eine Konsolidierung scheine daher zunächst überfällig. Mittelfristig könnte die Aktie dann aber Kurs auf die 30-Euro-Marke nehmen, so Michael Schröder von "Der Aktionär". (Analyse vom 10.05.2021)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Wacker Neuson-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Wacker Neuson-Aktie:
24,48 EUR +1,24% (10.05.2021, 14:02)

Tradegate-Aktienkurs Wacker Neuson-Aktie:
24,44 EUR +0,99% (10.05.2021, 14:21)

ISIN Wacker Neuson-Aktie:
DE000WACK012

WKN Wacker Neuson-Aktie:
WACK01

Ticker-Symbol Wacker Neuson-Aktie:
WAC

NASDAQ OTC Ticker-Symbol Wacker Neuson-Aktie:
WKRCF

Kurzprofil Wacker Neuson SE:

Die Wacker Neuson Group (ISIN: DE000WACK012, WKN: WACK01, Ticker-Symbol: WAC, NASDAQ OTC-Symbol: WKRCF) ist ein international tätiger Unternehmensverbund mit über 50 Tochterunternehmen und 140 eigenen Vertriebs- und Servicestationen. Als ein führender Hersteller von Baugeräten und Kompaktmaschinen bietet der Konzern seinen Kunden weltweit ein breites Produktprogramm, umfangreiche Service- und Dienstleistungsangebote sowie eine leistungsfähige Ersatzteilversorgung.

Zur Wacker Neuson Group gehören die Produktmarken Wacker Neuson, Kramer und Weidemann. Das Leistungsangebot richtet sich vor allem an Kunden aus dem Bauhauptgewerbe, dem Garten- und Landschaftsbau, der Landwirtschaft, den Kommunen, der Recycling- und Energiebranche sowie an Bahnbetriebe und Industrieunternehmen. Der Konzern erzielte im Jahr 2018 einen Umsatz von 1,71 Mrd. Euro und beschäftigt über 6.000 Mitarbeiter weltweit. Die Aktie der Wacker Neuson SE wird im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt und ist im SDAX der Deutschen Börse gelistet. (10.05.2021/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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