Deutsche Bank: 1,9 Milliarden Euro Nettogewinn
Die Deutsche Bank erzielt den höchsten Quartalsgewinn seit 2007, während der Aktienkurs fällt. Privatkunden- und Vermögensverwaltung treiben das Ergebnis.

Kurz zusammengefasst
- Nettogewinn steigt um 8 Prozent
- Privatkundenbank mit 39 Prozent Plus
- Investmentbanking unter Druck
- Kernkapitalquote sinkt leicht
Rekordgewinn und trotzdem rote Zahlen im Depot. Die Deutsche Bank hat das stärkste Auftaktquartal seit 2007 geliefert — und die Aktie fällt dennoch um gut zwei Prozent auf 26,70 Euro.
Der Nettogewinn für Anteilseigner kletterte im ersten Quartal 2026 um 8 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro und übertraf damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 1,77 Milliarden Euro deutlich. Der Vorsteuergewinn erreichte rund 3 Milliarden Euro — der höchste Wert für ein Auftaktquartal seit fast zwei Jahrzehnten. Kein Wunder, dass das Management von einem „sehr guten Start“ spricht.
Privatkundenbank und Vermögensverwaltung treiben das Ergebnis
Die eigentliche Überraschung steckt in den Segmenten. Das Vorsteuerergebnis der Privatkundenbank sprang um 39 Prozent auf 681 Millionen Euro. Die Vermögensverwaltung legte um 37 Prozent auf 279 Millionen Euro zu. Diese beiden Bereiche kompensierten das schwächelnde Investmentbanking, das unter Dollarschwäche und geopolitischen Spannungen litt: Dort sank das Vorsteuerergebnis um 7 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.
Die Aufwand-Ertrags-Relation verbesserte sich auf 58,9 Prozent, nach 61,2 Prozent im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern (RoTE) lag bei 12,7 Prozent — das angestrebte Niveau von über 13 Prozent für 2028 rückt näher.
Risikovorsorge und Kapitalquote bremsen die Stimmung
Was Anleger nervös macht, sind zwei Kennziffern. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg um 10 Prozent auf 519 Millionen Euro — teilweise auf ein einzelnes Kreditengagement zurückzuführen. Parallel sank die harte Kernkapitalquote (CET1) von 14,2 Prozent Ende 2025 auf nun 13,8 Prozent.
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Beides liegt im vertretbaren Rahmen, drückt aber auf die Erwartungen. Der Kurs notiert mit einem Abstand von rund 11 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt — ein Zeichen, dass der Markt die Aktie seit Jahresbeginn grundsätzlich neu bewertet hat.
Jahresziel bestätigt, Ausschüttung stabil
Trotz geopolitischer Unsicherheiten hält das Management an seinem Ertragsziel von rund 33 Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2026 fest. Die Risikovorsorge soll im Jahresverlauf leicht unter dem Vorjahresniveau bleiben. Die Ausschüttungsquote für Aktionäre ist mit 60 Prozent geplant, ein laufendes Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro läuft weiter.
Die nächste Bewährungsprobe liefert das zweite Quartal: Dann wird sich zeigen, ob die Investmentbank das schwache Auftaktquartal aufholen kann — und ob die Risikovorsorge ein Einmaleffekt bleibt oder ein Muster.
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