Deutsche Bank Aktie: 2,9 Milliarden Euro Kapitalrückgabe geplant
Trotz Rekordgewinn im ersten Quartal und einer um 50 Prozent erhöhten Dividende steht die Deutsche Bank-Aktie unter Druck. Vorstand und Aufsichtsrat stellen sich auf der Hauptversammlung den Aktionären.

Kurz zusammengefasst
- Dividende steigt auf 1,00 Euro je Aktie
- Rekordgewinn von 2,2 Milliarden Euro im ersten Quartal
- Aufsichtsrat: Henkel-Chef Knobel als Nachfolger von Witter
- Aktie trotz operativer Stärke mit deutlichem Kursminus
Rekordgewinne im ersten Quartal und eine drastisch erhöhte Dividende — operativ liefert die Deutsche Bank. An der Börse sieht die Realität anders aus. Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast 19 Prozent an Wert verloren. Auf der anstehenden Hauptversammlung muss das Management nun Überzeugungsarbeit leisten.
Höhere Ausschüttungen und neues Personal
Auf der Agenda steht ein klares Signal an die Anteilseigner. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem Aufschlag von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusammen mit dem laufenden Aktienrückkaufprogramm würde das Institut in diesem Jahr knapp drei Milliarden Euro an die Aktionäre ausschütten.
Personell steht ebenfalls ein Wechsel an. Frank Witter verlässt den Aufsichtsrat aus persönlichen Gründen. Als Nachfolger wird der Hauptversammlung Henkel-Chef Carsten Knobel vorgeschlagen. Parallel dazu steht eine deutliche Erhöhung der Aufsichtsratsvergütung zur Abstimmung. Die Grundvergütung soll auf 350.000 Euro steigen, der Vorsitzende künftig 1,15 Millionen Euro erhalten.
Starke Zahlen treffen auf unsicheres Umfeld
Fundamental stützt das jüngste Zahlenwerk den optimistischen Kurs des Vorstands. Im ersten Quartal kletterte der Nachsteuergewinn um acht Prozent auf den Rekordwert von 2,2 Milliarden Euro. Auch die Profitabilität verbesserte sich spürbar. Die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital erreichte 12,7 Prozent und liegt damit voll im Plan der hauseigenen Strategie.
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Dem gegenüber steht ein komplexes Makroumfeld. Handelskonflikte und der anhaltende Krieg in der Ukraine belasten die Perspektiven. Das Management hält indes an den Zielen fest. Für das laufende Jahr peilt die Bank weiterhin einen Umsatz von rund 33 Milliarden Euro an.
Aktie bleibt technisch überkauft
Am Finanzmarkt spiegelt sich die operative Stärke derzeit nur bedingt wider. Die Aktie ging am Freitag bei 27,24 Euro aus dem Handel. Der Abstand zur langfristigen Durchschnittslinie beträgt aktuell minus zehn Prozent. Ein massiv überkauftes Signal liefert der Relative-Stärke-Index mit einem Extremwert von 90.
Analysten reagieren entsprechend vorsichtig auf die Gemengelage. Kepler Cheuvreux senkte das Kursziel zuletzt auf 29,50 Euro und rät zum Halten. Die DZ Bank bleibt zwar bei einer Kaufempfehlung, reduzierte den fairen Wert aber auf 33 Euro. Die anstehende Aktionärsversammlung in Frankfurt am Main bietet dem Vorstand nun die Bühne, die mittelfristigen Renditeziele gegen die Skepsis des Marktes zu verteidigen.
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