Deutsche Bank Aktie: Chip-Ausverkauf als Bremsklotz?
Goldman Sachs setzt das Kursziel nach dem Quartalsbericht höher; EZB senkt die Kapitalanforderung für 2027.

Kurz zusammengefasst
- Deutsche-Bank-Aktie verliert 2,9 Prozent
- Goldman Sachs hebt Kursziel auf 47,75 Euro
- EZB reduziert Kapitalvorgabe um 25 Basispunkte
- Raumfahrtpartnerschaft unterstützt 560 Millionen Euro Investitionen
Der Ausverkauf von KI- und Halbleiteraktien belastet heute auch das Börsenumfeld der Deutschen Bank. Reuters berichtet von einem deutlich schwächeren DAX-Start nach den Verlusten an den US- und asiatischen Märkten. In diesem Umfeld fällt die Deutsche-Bank-Aktie um 2,9% auf 31,52 €.
Noch am Mittwoch hatte das Papier nach Angaben von dpa-AFX den höchsten Stand seit fünf Wochen erreicht. Europäische Bankaktien zählten dem Bericht zufolge nach den US-Zwischenwahlen zu den größten Profiteuren.
Höheres Kursziel nach dem Quartalsbericht
Goldman Sachs hob am Mittwoch das Kursziel für die Deutsche Bank von 44,25 auf 47,75 Euro an. Die Einstufung beließ das Analysehaus auf „Buy“. Analyst Chris Hallam passte seine Schätzungen nach dem Quartalsbericht an.
Die Deutsche Bank hatte vor gut einer Woche für das dritte Quartal 2026 einen Rekord-Nachsteuergewinn von 1,9 Milliarden Euro gemeldet. Zugleich bekräftigte sie, ihre Ziele für das laufende Geschäftsjahr erreichen zu wollen. Der Vorsteuergewinn lag bei 2,6 Milliarden Euro und damit um 8 Prozent über dem Vorjahresquartal.
Kapitalanforderung sinkt, Raumfahrtpartnerschaft vereinbart
Die Europäische Zentralbank setzte am 27. Oktober die Säule-2-Anforderung für die Deutsche Bank für 2027 auf 2,60 Prozent fest. Das sind 25 Basispunkte weniger als im Vorjahr. Die Leverage-Anforderung bleibt bei 10 Basispunkten.
Am 30. Oktober vereinbarten die Europäische Investitionsbank und die Deutsche Bank außerdem eine Finanzierungspartnerschaft für europäische Raumfahrtunternehmen. Nach Unternehmensangaben soll die Zusammenarbeit Investitionen von 560 Millionen Euro unterstützen. Die Vereinbarung richtet sich damit gezielt an Unternehmen der europäischen Raumfahrtbranche.
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