Jahrelang dominierte der Konzernumbau die Schlagzeilen, doch die Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 markiert nun eine finanzielle Zäsur. Deutschlands größtes Geldhaus meldet nicht nur einen massiven Gewinnsprung, sondern lässt auch die Aktionäre durch signifikant höhere Ausschüttungen direkt am Erfolg teilhaben. Konzernchef Christian Sewing erklärt die Transformation für beendet – der Fokus verschiebt sich nun auf Wachstum und Effizienz.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
* Gewinn vor Steuern: 9,7 Mrd. Euro (+84 %)
* Nettoergebnis: 7,1 Mrd. Euro (Verdopplung zum Vorjahr)
* Dividende: Erhöhung auf 1,00 Euro vorgeschlagen (Vorjahr: 0,68 Euro)
* Aktienrückkauf: Neues Programm über 1 Mrd. Euro genehmigt
Transformation zahlt sich aus
Die operative Stärke des Instituts spiegelt sich deutlich in den Kennzahlen wider. Die Erträge kletterten um sieben Prozent auf 32,1 Milliarden Euro, getrieben durch die Investmentbank sowie Zuwächse in der Privatkundenbank und Vermögensverwaltung. Entscheidend für die Bewertung ist jedoch die Profitabilität: Mit einer Eigenkapitalrendite (RoTE) von 10,3 Prozent hat die Bank ihr selbstgestecktes Ziel von über 10 Prozent übertroffen. Gleichzeitig sank die Risikovorsorge um sieben Prozent, was auf ein gesünderes Kreditportfolio hindeutet.
Am Markt wird das erreichte Etappenziel wohlwollend, wenn auch nicht euphorisch aufgenommen. Die Aktie notiert heute bei 33,34 Euro und verzeichnet ein leichtes Plus von 0,41 Prozent. Betrachtet man jedoch die Entwicklung der letzten 12 Monate mit einem Zuwachs von über 75 Prozent, wird klar, dass viele der positiven Entwicklungen bereits eingepreist waren.
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Dividende und Analysten-Votum
Für Einkommensinvestoren liefert der Vorstand klare Argumente. Neben der Anhebung der Dividende auf 1,00 Euro stärkt das genehmigte Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro die technische Nachfrage nach dem Papier. Diese Maßnahmen unterstreichen die Zuversicht des Managements in die nachhaltige Ertragskraft.
Auch Analysten reagieren bestätigt. Die Schweizer Großbank UBS bekräftigte ihre Kaufempfehlung und hob das Kursziel leicht auf 36 Euro an. Analyst Mate Nemes verwies auf die solide Ertragsbasis und nahm nur marginale Anpassungen an seinen Modellen vor. Technisch betrachtet notiert der Titel derzeit über der 50-Tage-Linie (32,93 Euro), hat aber zum 52-Wochen-Hoch bei 39,66 Euro noch rund 16 Prozent Aufholpotenzial.
Konjunktur als Rückenwind?
Der Blick richtet sich nun auf das laufende Jahr. Nach Abschluss der Restrukturierung muss die Bank beweisen, dass sie als „Globale Hausbank“ dauerhaft profitabel wachsen kann. Unterstützung könnte von der Konjunktur kommen: Deutsche Bank Research prognostiziert für 2026 eine Erholung der deutschen Wirtschaft mit einem möglichen BIP-Wachstum von bis zu 1,5 Prozent. Gelingt es dem Institut, diese Impulse im Heimatmarkt zu nutzen und die Kostenquote stabil zu halten, ist der Weg für weitere Kursavancen in Richtung der von der UBS ausgerufenen 36 Euro geebnet.
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