CEO Christian Sewing stellte auf der Morgan Stanley European Financials Conference stagnierende Erträge für das erste Quartal 2026 in Aussicht — und die Aktie stieg trotzdem. Nach einer Schwächephase von rund 24 Prozent seit Jahresbeginn ist das ein bemerkenswertes Signal.
Die Erklärung liegt im Kontext. Geopolitische Belastungen, insbesondere die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs, drücken kurzfristig auf das Ergebnis. Dass der Markt diese Warnung weitgehend ignorierte, spricht für das Vertrauen in die mittelfristige Strategie — und in die Ausgangsbasis, die das Unternehmen mitbringt.
Rekordjahr als Rückenwind
Das Fundament ist solide: 2025 war das profitabelste Jahr in der Geschichte der Deutschen Bank. Der Vorsteuergewinn erreichte 9,7 Milliarden Euro, die Eigenkapitalrendite lag bei 10,3 Prozent. Für 2026 peilt das Management Konzernerträge von rund 33 Milliarden Euro an — ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr.
Bis 2028 soll die Eigenkapitalrendite auf über 13 Prozent steigen. Die Ausschüttungsquote klettert ab 2026 auf 60 Prozent, begleitet von einer Dividende von 1,00 Euro je Aktie und einem Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro. Seit 2021 flossen bereits 8,5 Milliarden Euro an Aktionäre zurück — mehr als ursprünglich geplant.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Bank?
Chinas Anleihemarkt als Bühne
Jenseits der Quartalsdebatte setzte die Deutsche Bank zuletzt ein Zeichen ihrer globalen Ambitionen. Die Bank platzierte einen 5,5-Milliarden-Renminbi-Panda-Bond im chinesischen Interbankenmarkt — die größte Einzelemission einer ausländischen Bank in diesem Markt überhaupt und die erste Panda-Bond-Emission eines EU-Finanzinstituts in diesem Jahr. Die Nachfrage übertraf das Angebot deutlich: Gesamtorders von 8,66 Milliarden Renminbi, beide Tranchen mehrfach überzeichnet.
Risiken nicht ausgeblendet
Das Bild bleibt dennoch gemischt. Rückstellungen für Gewerbeimmobilienkredite stiegen auf 488 Millionen Euro, getrieben von US-Engagements in New York und San Francisco, wo höhere Zinsen die Refinanzierung belasten. Hinzu kommt ein Exposure von rund 26 Milliarden Euro im Private-Credit-Bereich — einer Anlageklasse unter wachsendem Druck durch verschärfte Zeichnungsstandards und den Einfluss von KI auf bestimmte Kreditnehmer.
Die Q1-Zahlen werden zeigen, wie tief die Delle tatsächlich ausfällt. Wer die Aktie bewertet, wird dabei vor allem auf zwei Kennzahlen schauen: ob die Erträge tatsächlich stagnieren — und ob die Risikovorsorge im Immobilienbereich weiter steigt.
Deutsche Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Bank-Analyse vom 19. März liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
