Deutsche Bank Aktie: Rekordzuflüsse überraschen
Im dritten Quartal wuchsen Vorsteuergewinn und verwaltete Vermögen; die Risikovorsorge für Kreditausfälle nahm ebenfalls zu.

Kurz zusammengefasst
- Vorsteuergewinn steigt um acht Prozent
- Investmentbank erzielt zwölf Prozent mehr
- Nettozuflüsse erreichen 47 Milliarden Euro
- Kreditausfallvorsorge wächst um 20 Prozent
Die Deutsche Bank liefert im dritten Quartal, was Analysten nicht auf dem Zettel hatten: Statt eines erwarteten Rückgangs steigt der Vorsteuergewinn um acht Prozent auf 2,63 Milliarden Euro. Es ist das dritte Rekordquartal nach Steuern in Folge.
Investmentbank trägt, Vermögensverwaltung glänzt
Unter dem Strich stand ein Gewinn von 1,85 Milliarden Euro, zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Den Löwenanteil steuerte erneut die Investmentbank bei. Sie verdiente vor Steuern knapp 1,1 Milliarden Euro, zwölf Prozent mehr als vor einem Jahr und mehr als im Schnitt erwartet.
Die Erträge wuchsen um vier Prozent auf 8,34 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie legte um sechs Prozent auf 0,94 Euro zu.
Auffällig ist die Lage im Privatkundengeschäft und in der Vermögensverwaltung. Die verwalteten Vermögen stiegen im Quartal um 50 Milliarden Euro auf 2,0 Billionen Euro. Treiber waren Nettozuflüsse von 47 Milliarden Euro, ein Rekordwert.
Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Die Risikovorsorge für Kreditausfälle kletterte um 20 Prozent auf 501 Millionen Euro.
Ausblick wird angehoben
Konzernchef Christian Sewing sieht die Bank auf Kurs, die Ziele für 2026 zu erreichen. Beim Gesamtjahresertrag könnte die bisher angepeilte Marke von rund 33 Milliarden Euro sogar übertroffen werden. Nach neun Monaten steht ein Vorsteuergewinn von rund 8,4 Milliarden Euro zu Buche.
Die Eigenkapitalrendite (RoTE) lag im Quartal bei 10,6 Prozent. Sewing zeigt sich zuversichtlich, das Ziel von über 13 Prozent für 2028 übertreffen zu können. Der Vorstand hält zudem am Gesamtjahresausblick fest.
An der Börse kam das gut an. Vorbörslich legte die Aktie bei Tradegate zeitweise um 2,5 Prozent auf 29,60 Euro zu. Technisch bleibt das Bild allerdings gemischt, denn zuvor war der Kurs unter die 200-Tage-Linie gefallen. Ob die Zahlen reichen, diese Marke zurückzuerobern, zeigt sich im Handelsverlauf.
Für das Gesamtjahr 2025 hatte die Bank mit gut 9,7 Milliarden Euro ihr bisher höchstes Vorsteuerergebnis erzielt. Schon nach neun Monaten 2026 liegt sie nicht mehr weit davon entfernt.
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