Deutsche Bank Aktie: Schwacher Start, starkes Ziel

Die Deutsche Bank erwartet stagnierende Erträge im Investmentbanking für Q1 2026, hält jedoch an ihren Jahreszielen fest. Analysten bleiben trotz des schwachen Starts optimistisch.

Dr. Robert Sasse ·
Deutsche Bank Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Stagnierende Erträge im Investmentbanking für Q1
  • Management bekräftigt Jahresziele und Dividendenpläne
  • Aktie verliert deutlich seit Jahresbeginn
  • Analysten sehen großes Kurspotenzial

Ein Quartal ohne Wachstum — das ist die Botschaft, die Vorstandschef Christian Sewing auf der Morgan-Stanley-Finanzkonferenz sendete. Für das erste Quartal 2026 rechnet er mit stagnierenden Gesamterträgen in der Investmentbank. Der Markt hatte auf mehr gehofft.

Sewing dämpft Erwartungen

Die Gesamterlöse der Investmentbank sollen im ersten Quartal in etwa auf Vorjahresniveau bleiben. Zuwächse im Emissions- und Beratungsgeschäft gleichen Rückgänge im Festzinsbereich aus — ein Nullsummenspiel. Als Bremsfaktoren nennt die Bank die hohe Vergleichsbasis aus dem ersten Quartal 2025 sowie geopolitische Risiken. Hinzu kommt der Druck auf die Nettozinserträge durch das gesunkene Zinsniveau.

Die Aktie reagierte mit einem Minus von rund 1,5 Prozent — gemessen an der Nachrichtenlage eine verhältnismäßige Bewegung. Seit dem Jahreshoch Anfang Januar hat der Titel allerdings rund 27 Prozent verloren und notiert damit deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.

Jahresprognose steht, Private Credit im Blick

Trotz des schwachen Auftakts hält das Management an den Jahreszielen fest: Konzernerträge von rund 33 Milliarden Euro und eine Kosten-Ertrags-Quote unter 65 Prozent. Ab 2026 soll die Ausschüttungsquote auf 60 Prozent steigen — vorausgesetzt, die harte Kernkapitalquote bleibt nachhaltig über 14 Prozent.

Ein separates Thema beschäftigt Investoren seit Wochen: Das Private-Credit-Exposure der Bank liegt bei rund 26 Milliarden Euro, entsprechend etwa fünf Prozent des gesamten Kreditbuchs. Die Bank sieht derzeit keine signifikanten Direktrisiken, räumt aber ein, dass indirekte Anfälligkeiten durch vernetzte Portfolios entstehen könnten. Geplant ist dennoch eine Ausweitung dieses Geschäftsbereichs.

Analysten bleiben optimistisch

Barclays-Analystin Flora Bocahut bestätigte nach Sewings Präsentation ihre Overweight-Empfehlung mit einem Kursziel von 39 Euro — das wäre gegenüber dem aktuellen Kurs von 24,50 Euro fast eine Verdopplung. Auch RBC Capital Markets und JP Morgan bleiben positiv gestimmt. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von 3,37 Euro.

Das Geschäftsjahr 2025 hatte die Bank mit einem Nettogewinn von 7,1 Milliarden Euro und einer Eigenkapitalrendite von 10,3 Prozent abgeschlossen — und damit erstmals ihr langfristiges Renditeziel erreicht. Ob das erste Quartal 2026 diesen Schwung bremst oder lediglich eine Pause markiert, zeigen die vollständigen Q1-Zahlen am 29. April.

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Deutsche Bank Aktie

33,23 EUR

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KGV 10,07
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Sektor Finanzdienstleistungen
Div.-Rendite 3,02 %
Marktkapitalisierung 62,25 Mrd. EUR
Ø Kursziel 33,43 EUR
ISIN: DE0005140008 WKN: 514000

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