Deutsche Bank Aktie: Strategiepapiere veröffentlicht
Die Deutsche Bank steigert ihren Gewinn deutlich und plant höhere Kapitalrückgaben an Aktionäre, während die Aktie seit Jahresbeginn an Wert verliert.

Kurz zusammengefasst
- Vorsteuergewinn steigt um 84 Prozent
- Dividende soll um fast 50 Prozent erhöht werden
- Aktienrückkäufe im Wert von einer Milliarde Euro
- Cum-Ex-Ermittlungen noch nicht vollständig abgeschlossen
Rekordgewinn, höhere Dividende, laufende Aktienrückkäufe — und trotzdem verliert die Aktie seit Jahresbeginn rund 25 Prozent. Die Deutsche Bank zeigt gerade ein ungewöhnliches Bild: Die Fundamentaldaten zeigen nach oben, der Kurs nach unten.
Großzügigere Kapitalrückgabe geplant
Das laufende Rückkaufprogramm läuft unbeirrt weiter. In der Woche vom 16. bis 20. März erwarb die Bank gut 6,2 Millionen eigene Aktien. Das Programm umfasst insgesamt 1,0 Milliarde Euro und ist Teil eines breiteren Ausschüttungsplans, der die Kapitalrückgaben für 2025 auf insgesamt 2,9 Milliarden Euro bringt — bei einer Ausschüttungsquote von 50 Prozent.
Ab 2026 soll diese Quote auf 60 Prozent steigen. Voraussetzung: Die harte Kernkapitalquote bleibt nachhaltig über der angestrebten Bandbreite von 13,5 bis 14,0 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2025 will der Vorstand der Hauptversammlung im Mai eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vorschlagen — ein Anstieg von knapp 50 Prozent gegenüber den 0,68 Euro, die für 2024 gezahlt wurden.
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Das Fundament dafür lieferte ein starkes Geschäftsjahr: Der Vorsteuergewinn kletterte um 84 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro, der Nettogewinn erreichte 7,1 Milliarden Euro. Kumuliert über die Jahre 2021 bis 2025 übertreffen die Kapitalausschüttungen mit 8,5 Milliarden Euro das ursprüngliche Ziel von 8,0 Milliarden Euro.
Q1-Zahlen und Cum-Ex als offene Flanken
Für 2026 hält das Management an seiner Jahresprognose fest: Konzernerträge von rund 33 Milliarden Euro, eine Kosten-Ertrags-Quote unter 65 Prozent. CEO Christian Sewing hatte allerdings bereits auf der Morgan-Stanley-Konferenz vor flachen Erträgen im Investmentbanking für das erste Quartal gewarnt — ein Dämpfer, der die Aktie zusätzlich belastet.
Die Quartalszahlen am 29. April werden zeigen, wie belastbar die Prognose ist. Parallel bleibt der Cum-Ex-Komplex ein Thema: Die Bank einigte sich zwar auf eine Übernahme von 29 Millionen Euro der Steuerschuld für zwei betroffene Fonds, doch im Geschäftsbericht sind weitere laufende Ermittlungen aufgeführt. Vollständig abgeschlossen ist dieses Kapitel damit nicht.
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