Nach dem spektakulären Anstieg auf ein neues 52-Wochen-Hoch bei über 32 Euro zeigt sich bei der Deutsche Bank Aktie erstmals seit Monaten wieder Schwäche. Ausgerechnet nach den besten Quartalszahlen seit 2007 gingen die Anleger ins Gewinnmitnahme-Modus. Ist das nur eine gesunde Verschnaufpause oder droht der Höhenflug zu Ende zu gehen?
Die Aktie des Frankfurter Geldhauses büßte zum Wochenschluss deutlich an Boden ein und durchbrach dabei mehrere kurzfristige Unterstützungen. Was steckt hinter dem plötzlichen Stimmungswandel?
Rekord-Quartal kann Kursdruck nicht stoppen
Paradox: Obwohl die Deutsche Bank mit ihren Q2-Zahlen alle Erwartungen übertraf, kam der Titel nicht zur Ruhe. Mit einem Gewinn vor Steuern von 2,4 Milliarden Euro erzielte das Institut das beste zweite Quartal seit der Finanzkrise. Auch die anderen Kennzahlen können sich sehen lassen:
• Umsatzerlöse Q2: 7,8 Milliarden Euro – solide operative Basis
• Eigenkapitalrendite H1: 11,0% – deutlich über den Zielwerten
• Kernkapitalquote: 14,2% – komfortable Kapitalpuffer
• Gewinn je Aktie 2025 (erwartet): 2,90 Euro – starke Profitabilität
Doch anstatt diese Erfolgsgeschichte zu honorieren, reagierten die Märkte verhalten. Ein klassisches „Buy the rumor, sell the news“-Szenario?
Goldman Sachs dämpft die Euphorie
Der Stimmungswandel erhielt zusätzliche Nahrung durch eine überraschende Analystenstimme. Goldman Sachs stufte die Aktie von „Kaufen“ auf „Neutral“ herab – und das ausgerechnet nach den starken Zahlen. Die Begründung: Nach der Rally von über 100 Prozent seit dem Jahrestief sei die Bewertung mittlerweile „fair“.
Immerhin hob Goldman das Kursziel von 30,25 auf 34 Euro an. Doch die Botschaft war klar: Das große Geld ist erstmal gemacht. Andere Häuser wie die Bank of America bleiben hingegen optimistisch und bekräftigen ihre Kaufempfehlung.
Technische Warnsignale mehren sich
Charttechnisch zeigt sich ein gemischtes Bild. Einerseits liegt die Aktie mit einem Plus von knapp 80 Prozent seit Jahresbeginn weiterhin in einer beeindruckenden Aufwärtsbewegung. Andererseits häufen sich die Warnsignale: Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt bereits über 5 Prozent, und die jüngsten Handelstage waren von Verkaufsdruck geprägt.
Bleibt die Frage: Ist das nur eine gesunde Konsolidierung nach dem steilen Anstieg oder der Beginn einer größeren Korrektur? Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die Deutsche Bank ihre Erfolgsgeschichte auch am Kapitalmarkt fortsetzen kann.
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