Deutsche Bank Aktie: Zölle und Gegenwind

Die Deutsche Bank leidet unter den Nachwirkungen der US-Handelspolitik und erwartet ein verhaltenes erstes Quartal. Die Aktie verlor bereits deutlich an Wert.

Andreas Sommer ·
Deutsche Bank Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Aktie verliert seit Jahresbeginn rund 24 Prozent
  • US-Wachstumsprognose für 2026 drastisch gesenkt
  • Flache Erträge im Investmentbanking erwartet
  • Q1-Zahlen Ende April als wichtiger Indikator

Genau ein Jahr nach dem „Liberation Day“ von US-Präsident Trump spüren Anleger, dass die Folgen dieser Handelspolitik noch lange nicht ausgestanden sind. Der DAX verlor heute 1,39 Prozent auf 22.975 Punkte — und die Deutsche Bank-Aktie steht dabei exemplarisch für den Druck, der auf dem europäischen Bankensektor lastet.

Trumps ursprüngliches Zollpaket vom April 2025 wurde zwar durch Gerichtsurteile, Ausnahmen und Handelsabkommen erheblich abgemildert — der Oberste Gerichtshof erklärte im Februar 2026 die meisten Notstandszölle für verfassungswidrig. Dennoch bleibt die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Folgen real. Die Deutsche Bank selbst revidierte ihre US-Wachstumsprognose für 2026 auf unter ein Prozent, nach zuvor erwarteten 2,2 Prozent. Gleichzeitig rechnen die Analysten des Hauses mit einem Anstieg der Kerninflation auf vier Prozent.

Hausgemachte Belastungen kommen hinzu

Die Zollturbulenzen treffen das Institut in einer ohnehin angespannten Phase. CEO Christian Sewing hatte zuletzt auf der Morgan-Stanley-Konferenz vor flachen Erträgen im Investmentbanking für das erste Quartal gewarnt. Parallel vollzieht die Bank einen Führungswechsel: Zum 1. Mai wechselt Stefan Hoops, bisher CEO der DWS, in den Vorstand für Asset Management. Marie-Jeanne Deverdun übernimmt als Chief Technology, Data and Innovation Officer. Das Institut setzt damit verstärkt auf KI und Vermögensverwaltung — ausgerechnet in einem Quartal, das verhalten ausfallen dürfte.

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Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 24 Prozent verloren und notiert damit deutlich unter ihrem Januarhoch von 33,81 Euro.

Prognose bleibt — Q1-Zahlen als Gradmesser

Das Management hält vorerst an seinen Jahreszielen fest: Erträge von rund 33 Milliarden Euro und eine erhöhte Ausschüttungsquote von 60 Prozent ab 2026. Sewing verwies beim Geschäftsbericht darauf, dass 2025 das profitabelste Jahr in der Geschichte der Deutschen Bank war — alle Ziele wurden erreicht oder übertroffen.

Ob dieses Momentum trägt, zeigen die Q1-Zahlen am 29. April. Sie werden zeigen, wie stark Dealmaking und Handelsaktivitäten das gedämpfte Investmentbanking abfedern konnten — und wie tief der makroökonomische Gegenwind ins Zahlenwerk greift.

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Deutsche Bank Aktie

25,36 EUR

– 0,93 EUR -3,56 %
KGV 8,51
Sektor Finanzdienstleistungen
Div.-Rendite 3,89 %
Marktkapitalisierung 51,00 Mrd. EUR
ISIN: DE0005140008 WKN: 514000

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