Deutsche Bank Aktie: Zurich bleibt bis Ende 2042 an Bord
Trotz eines Nachsteuergewinns von 1,9 Milliarden Euro geriet die Deutsche-Bank-Aktie im schwachen europäischen Bankensektor unter Druck.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsgewinn nach Steuern: 1,9 Milliarden Euro
- Umsatz steigt um vier Prozent
- EZB senkt Kapitalvorgabe ab Januar 2027
- DZ Bank bestätigt Kaufempfehlung und 36 Euro
Die Deutsche Bank verlor gestern im schwachen europäischen Bankensektor 2,6%. Die WirtschaftsWoche führte den Druck auf die Branche auf Risiken an den Anleihemärkten und Konjunktursorgen zurück. Nach Angaben von dpa-AFX belastete zudem der enttäuschende Quartalsbericht der britischen NatWest die Bankaktien.
Rekordgewinn trifft auf schwaches Branchenumfeld
Die Deutsche Bank hatte am Mittwoch für das dritte Quartal 2026 einen Rekordgewinn nach Steuern von 1,9 Milliarden Euro gemeldet. Der Vorsteuergewinn erreichte nach Unternehmensangaben 2,6 Milliarden Euro.
Die Nettoumsätze stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 4 % auf 8,3 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2026 sieht sich die Bank auf gutem Weg, das angestrebte Ertragsniveau von rund 33 Milliarden Euro zu übertreffen.
Auch über das einzelne Quartal hinaus meldete das Institut hohe Ergebnisse: In den ersten neun Monaten 2026 erzielte es einen Nachsteuergewinn von 5,9 Milliarden Euro. Vor Steuern belief sich das Ergebnis auf 8,4 Milliarden Euro.
Die WirtschaftsWoche zählte die Deutsche Bank zu den Instituten, deren Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen hatten. Der Bericht beschrieb zugleich den Druck auf europäische Bankaktien trotz hoher Quartalsgewinne.
Die DZ Bank bestätigte am Mittwoch ihre Kaufempfehlung für die Deutsche Bank. Den fairen Wert bezifferte das Analysehaus auf 36 Euro.
Geringere Kapitalanforderung ab Januar
Am Dienstag teilte die Deutsche Bank mit, dass die EZB die ab 1. Januar 2027 geltende Säule-2-Anforderung auf 2,60 % senkt. Das entspricht einer Verringerung um 25 Basispunkte gegenüber 2026. Die Anforderung für die Verschuldungsquote bleibt bei 10 Basispunkten.
Bereits am Montag verlängerten Deutsche Bank und Zurich Gruppe Deutschland ihre Vertriebspartnerschaft vorzeitig bis Ende 2042. Zurich und DWS führen ihre Zusammenarbeit ebenfalls langfristig fort.
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