Deutsche Börse Aktie: Vollübernahme für 1,1 Milliarden

Die Deutsche Börse erwirbt die verbleibenden 20 Prozent an ISS Stoxx und macht den Indexanbieter zur 100-prozentigen Tochter. Die Finanzierung erfolgt aus Eigenmitteln und Krediten.

Kurz zusammengefasst:
  • Kaufpreis basiert auf vorab festgelegtem EBITDA-Multiplikator
  • Zahlung erfolgt in zwei Tranchen im Februar und März 2026
  • Ergebnis je Aktie soll im ersten Jahr leicht steigen
  • Deutsche Börse behält starke Bonitätsnote AA bei

Die Deutsche Börse macht Nägel mit Köpfen: Für 1,1 Milliarden Euro übernimmt der DAX-Konzern die verbleibenden 20 Prozent an ISS Stoxx vom Finanzinvestor General Atlantic. Damit wird der Daten-, Analyse- und Indexanbieter zur hundertprozentigen Tochter.

Die Transaktion folgt einem bereits 2020 vereinbarten Plan, der General Atlantic einen Ausstieg bis 2026 ermöglichte. Da ein Börsengang von ISS nicht zustande kam, greift nun die Ausstiegsklausel. Der Kaufpreis orientiert sich am 20-fachen des bereinigten EBITDA – ein vorab festgelegter Multiplikator-Ansatz auf Basis von Branchenvergleichen.

Deutsche Boerse

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Finanzierung ohne Rating-Risiko

Die Deutsche Börse will die Übernahme aus verfügbaren Barmitteln und Fremdkapital stemmen. Die Zahlung erfolgt in zwei Tranchen: 731 Millionen Euro werden im Februar 2026 fällig, der Rest folgt im März. Der Konzern rechnet damit, seine starke Bonitätsnote „AA“ zu behalten – ein wichtiger Faktor, um die Finanzierungskosten für künftige Zukäufe niedrig zu halten.

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Die vollständige Kontrolle über ISS Stoxx soll die operative Flexibilität erhöhen und die Integration innerhalb der Gruppe stärken. Im ersten Jahr nach vollständigem Eigentum erwartet die Deutsche Börse einen positiven Ergebniseffekt je Aktie im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Akquisitionskurs bleibt stabil

Der Deal ist die jüngste in einer Reihe von Übernahmen. Erst im Januar kündigte die Deutsche Börse den Kauf der Fondsplattform Allfunds für über fünf Milliarden Euro an – die bisher größte Transaktion der Unternehmensgeschichte. Zuvor hatte der Konzern 2023 den dänischen Softwarehersteller Simcorp für rund 3,9 Milliarden Euro übernommen.

Die Analysten der kanadischen Bank RBC bestätigten nach den jüngsten Zahlen ihre „Sector Perform“-Einstufung mit Kursziel 235 Euro. Die Eckdaten hätten den Markterwartungen entsprochen, der Ausblick auf 2026 bleibe unverändert. Die vollständige Übernahme von ISS Stoxx wird Ende März 2026 wirksam.

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