Deutsche Pfandbriefbank Aktie: Endet die Glückssträhne?
Die Pfandbriefbank kämpft mit Verlust und Dividendenausfall. Der Mai bringt Quartalszahlen und eine wichtige Personalentscheidung.

Kurz zusammengefasst
- Hoher Vorsteuerverlust von 250 Millionen Euro
- Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr gestrichen
- Neugeschäft wächst trotz Krise deutlich
- Hauptversammlung wählt neuen Aufsichtsratschef
Ein massiver Vorsteuerverlust, eine gestrichene Dividende und skeptische Ratingagenturen. Bei der Deutschen Pfandbriefbank klaffen Anspruch und Realität weit auseinander. Vorstandschef Kay Wolf steht vor entscheidenden Wochen, um das Vertrauen der Aktionäre zurückzugewinnen. Der Kalender für den Mai ist prall gefüllt.
Die Last der US-Immobilien
Die Hypothek des vergangenen Jahres wiegt schwer. Wegen ausfallgefährdeter Kredite im US-Geschäft und bei Projektfinanzierungen musste das Institut massive Rückstellungen bilden. Unter dem Strich stand zuletzt ein Vorsteuerverlust von 250 Millionen Euro in den Büchern. Im Jahr davor verbuchte die Bank noch einen soliden Gewinn.
Aktionäre gehen infolgedessen leer aus. Die Streichung der Dividende schmerzt besonders, da die durchschnittliche Rendite in den vergangenen fünf Jahren bei über sechs Prozent lag. Parallel dazu wächst der Druck von außen. S&P Global senkte unlängst das isolierte Kreditprofil der Bank auf „bb“ ab und versah die langfristigen Emittentenratings mit einem negativen Ausblick.
Neuausrichtung auf dem Prüfstand
Erste Hinweise auf eine operative Besserung liefert der Zwischenbericht am 12. Mai. Die Vorgaben für das laufende Jahr sind denkbar niedrig angesetzt. Vorstandschef Wolf peilt maximal 40 Millionen Euro Vorsteuergewinn an. Analysten hatten im Vorfeld mit einem gut 100 Millionen Euro höheren Ergebnis kalkuliert.
Neben den schwachen Prognosen steht eine wichtige Personalie auf der Agenda. Jan Kupfer soll auf dem Aktionärstreffen als neuer Aufsichtsratsvorsitzender gewählt werden. Er bringt tiefgehende Erfahrung in der gewerblichen Immobilienfinanzierung mit. Das passt zur strategischen Neuausrichtung, denn die Bank plant eine stärkere Gewichtung europäischer Kernmärkte und den Ausbau grüner Finanzierungen.
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Lichtblicke im operativen Geschäft
Trotz der angespannten Lage sendet das Tagesgeschäft erste Erholungszeichen. Das Neugeschäft wuchs im abgelaufenen Jahr um knapp ein Viertel auf 6,3 Milliarden Euro. Für die kommende Periode peilt das Management eine weitere Steigerung auf bis zu 8,5 Milliarden Euro an.
Flankiert wird dieses Wachstum von der Übernahme der Deutsche Investment Gruppe, die zusätzliche Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe beisteuern soll. Langfristig will das Institut zehn Prozent der operativen Erträge aus dem Provisionsgeschäft generieren. Die harte Kernkapitalquote liegt bei komfortablen 14,9 Prozent. Das gibt der Führungsebene den nötigen finanziellen Spielraum für den Umbau.
Für stimmberechtigte Anleger drängt derweil die Zeit. Nur wer zum Ablauf des 29. April als Aktionär registriert ist, darf auf der virtuellen Hauptversammlung im Mai über den neuen Aufsichtsratschef und die Strategie abstimmen. Die anstehenden Quartalszahlen bilden die erste harte Datengrundlage, um den Fortschritt der Sanierung zu bewerten.
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