Deutsche Rohstoff Aktie: 9,39 Prozent auf 88,50 Euro
Neue Tagesförderung in den USA und Produktionsstart bei Almonty treiben die Aktie der Deutschen Rohstoff auf 88,50 Euro. Der Kurs nähert sich nun der nächsten charttechnischen Hürde.

Kurz zusammengefasst
- Rekordproduktion in den USA erreicht
- Almonty startet Förderung in Südkorea
- Aktie steigt um über neun Prozent
- Nächster Widerstand bei 91 bis 93 Euro
Ein Förderrekord in den USA und starke Fortschritte bei einer Beteiligung schicken die Deutsche Rohstoff Aktie am Donnerstag deutlich nach oben. Der Kurs springt um 9,39 Prozent auf 88,50 Euro. Damit nähert sich das Papier einer Marke, die seit dem scharfen Rücksetzer im Sommer als nächste große Hürde gilt.
Förderrekord und Almonty treiben den Kurs
Auslöser ist eine Meldung zur laufenden Produktion in den USA. Die US-Fördertöchter erreichten im Juli 2026 die höchste Tagesförderung der Firmengeschichte. Vier neue Bohrungen im Wyoming-Cluster liefern zusammen initial 6.000 Barrel täglich. Die Gesamtproduktion kletterte dadurch auf rund 20.000 Barrel Öläquivalent pro Tag.
Das Bohrprogramm für 2026 läuft weiter. Es umfasst elf eigene sowie neun partnergeführte Projekte.
Zusätzlichen Rückenwind liefert die Beteiligung an Almonty Industries. Der Wolfram-Produzent hat die Produktion an seiner Sangdong-Mine in Südkorea gestartet. Almonty weitete außerdem einen langfristigen Liefervertrag deutlich aus. Die operative Entwicklung bei Almonty gilt als zusätzlicher Wertfaktor für die Beteiligung, die Deutsche Rohstoff aus früheren Bergbau-Aktivitäten hält.
Charttechnik: Nächste Hürde in Sicht
Die Aktie hatte ihr Allzeithoch Anfang Juni erreicht. Danach folgte ein scharfer Rücksetzer von rund 37 Prozent vom Hoch zum Tief. Aus der anschließenden Konsolidierung bildete sich eine Unterstützungszone zwischen 73,30 und 77,30 Euro.
Mit dem heutigen Sprung rückt die Aktie nun an die nächste Widerstandszone heran. Zwischen 91 und 93 Euro könnte es spannend werden. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 117,80 Euro aus dem Juni fehlen dem Kurs noch rund 25 Prozent.
Halbjahreszahlen als nächster Prüfstein
Für die weitere Entwicklung dürfte der Halbjahresbericht im August entscheidend sein. Er muss die gemeldeten Förderrekorde offiziell bestätigen. Bestätigen die Zahlen das operative Momentum, könnte dies der Aktie weiteren Schub für einen Test der Widerstandszone oberhalb von 90 Euro geben.
Die Kombination aus starkem US-Kerngeschäft und der Entwicklung bei Almonty sorgt aktuell für erhöhtes Anlegerinteresse. Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 61,72 Prozent bleibt das Papier aber weiterhin für deutliche Kursschwankungen anfällig. Der jüngste Wechsel zwischen scharfer Korrektur und kräftiger Erholung zeigt das deutlich.
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