Deutsche Rohstoff Aktie: Prognose 2026 bekräftigt
Deutsche Rohstoff AG steigert Halbjahresüberschuss und bekräftigt 2026er-Ziele; neue Bohrungen sollen die Förderung weiter erhöhen.

Kurz zusammengefasst
- Halbjahresüberschuss auf 134,7 Millionen Euro
- Ölpreis stützt höhere Produktionserlöse
- 23 weitere Bohrungen bis Jahresende geplant
- First Berlin hebt Kursziel auf 125 Euro
Die Deutsche Rohstoff AG setzt ihren Wachstumskurs im laufenden Geschäftsjahr fort. Nach einem starken ersten Halbjahr, in dem das Unternehmen von stabilen Ölpreisen und erfolgreichen Beteiligungsverkäufen profitierte, hat das Management die Ziele für das Gesamtjahr 2026 bekräftigt. An der Börse notiert das Papier des im Bereich der Rohstoffgewinnung tätigen Konzerns aktuell bei 88,00 Euro.
Starke Halbjahresbilanz durch Ölpreis und Beteiligungen
In den ersten sechs Monaten des Jahres erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 110,0 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte 205,2 Millionen Euro, während der Konzernüberschuss zum Stichtag 30. Juni auf 134,7 Millionen Euro kletterte.
Ein wesentlicher Teil dieses deutlichen Ergebnissprungs resultierte aus dem Verkauf von Aktien der Beteiligung Almonty Industries. Medienberichten zufolge leistete dieser Bereich einen massiven Beitrag zum Gesamterfolg der ersten Jahreshälfte.
Operativ profitierte die Deutsche Rohstoff zudem von einem vorteilhaften Marktumfeld in den USA. Der durchschnittlich realisierte Ölpreis lag im Berichtszeitraum bei 78,4 US-Dollar je Barrel. Dies trug dazu bei, dass die Produktionserlöse auf Basis der gestiegenen Preise um 7,5 Prozent zulegten.
Der operative Cashflow belief sich im ersten Halbjahr auf 70 Millionen Euro. Diese finanzielle Dynamik spiegelt sich auch in der Performance der Aktie wider, die seit Jahresbeginn einen Zuwachs von 80 Prozent verzeichnet.
Ausbau der Förderung im zweiten Halbjahr
Für den weiteren Jahresverlauf plant das Unternehmen eine merkliche Intensivierung der Bohraktivitäten. Im zweiten Quartal wurden bereits neun neue Bohrungen gestartet. Bis zum Jahresende sollen insgesamt 23 weitere Bohrungen folgen, um das Produktionsvolumen zu steigern. Für das zweite Halbjahr prognostiziert das Management eine durchschnittliche Produktion zwischen 24.000 und 26.000 BOEPD (Barrel Öläquivalent pro Tag).
Die am 19. August bestätigte Prognose für das Gesamtjahr 2026 sieht einen Umsatz in einer Spanne von 300 bis 320 Millionen Euro vor. Beim EBITDA erwartet das Unternehmen einen Wert zwischen 380 und 400 Millionen Euro.
Allein für die zweite Jahreshälfte wird ein Umsatzbeitrag von 190 bis 210 Millionen Euro angestrebt. Dies verdeutlicht die Erwartung einer operativen Beschleunigung durch die neuen Bohraktivitäten in den kommenden Monaten.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Die positive operative Entwicklung sowie die Fortschritte bei den Tochtergesellschaften finden auch bei Experten Beachtung. Am vergangenen Mittwoch hoben die Analysten von First Berlin Equity Research das Kursziel für die Aktie von zuvor 115,00 Euro auf 125,00 Euro an und bestätigten ihre Kaufempfehlung.
Das Analysehaus begründete diesen Schritt unter anderem mit dem gestiegenen Wert der verbliebenen Almonty-Beteiligung sowie den positiven Aussichten bei den Öl-Futures.
Trotz der deutlichen Kursgewinne in den vergangenen zwölf Monaten sehen die Marktbeobachter somit weiteres Spielraum nach oben. Derzeit trennt den Kurs ein Abstand von 25 Prozent von seinem 52-Wochen-Hoch, das im Juni bei 117,80 Euro markiert wurde. Die Kombination aus einer planmäßigen Ausweitung der Förderung und einer soliden Cash-Position bleibt das zentrale Argument für die weitere Entwicklung des Titels im laufenden Fiskaljahr.
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