Deutsche Telekom: 1,32 Millionen Aktien zurückgekauft
Die Telekom-Aktie verliert deutlich an Wert. Anleger fokussieren sich auf die Tarifverhandlungen und die anstehenden US-Zahlen von T-Mobile.

Kurz zusammengefasst
- Aktie fällt unter 200-Tage-Linie
- Aktienrückkaufprogramm läuft weiter
- Tarifverhandlungen mit ver.di starten
- T-Mobile-Quartalszahlen am Dienstag
Der Konzern verdient prächtig, zahlt Rekorddividenden und kauft eigene Aktien zurück. An der Börse spiegelt sich das aktuell nicht wider. Die Deutsche Telekom steht nach deutlichen Kursverlusten vor einer Woche, die den weiteren Trend vorgeben könnte.
Auf Wochensicht verlor das Papier knapp sieben Prozent. Mit einem Schlusskurs von 27,61 Euro am Freitag rutschte die Aktie spürbar unter die 200-Tage-Linie.
Vom Jahreshoch trennen den Kurs mittlerweile fast 20 Prozent. Nach unten rückt als nächste Marke das 52-Wochen-Tief bei 26,45 Euro näher.
Stützungskäufe und solide Basis
Parallel zum Kursrutsch stützt das Management den Kurs. Die Telekom kauft über die Börse kontinuierlich eigene Papiere zurück. Die aktuelle Tranche umfasst bis zu 550 Millionen Euro. Sie läuft noch bis Ende Juni. Für das Gesamtjahr plant der Vorstand Rückkäufe für bis zu zwei Milliarden Euro.
Auch die Basisdaten wirken robust. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 15. Die Dividendenrendite bewegt sich um 3,6 Prozent. Das operative Geschäft liefert verlässlich ab.
Zwei Termine bestimmen die Richtung
Am Montag blicken Anleger nach Siegburg. Dort startet die zweite Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft ver.di. Für rund 70.000 Beschäftigte fordert die Arbeitnehmerseite 6,6 Prozent mehr Geld. Ein rasches Ergebnis gilt als unwahrscheinlich. Die Gespräche dürften sich bis in den späten Mai ziehen.
Der Dienstag bringt den wichtigsten Termin der Woche: Die US-Tochter T-Mobile legt ihre Quartalszahlen vor. Die Telekom hält gut 53 Prozent an dem amerikanischen Mobilfunker. Er ist der mit Abstand stärkste Gewinntreiber des Konzerns. Enttäuschen die Zahlen, droht der Muttergesellschaft in Bonn weiterer Verkaufsdruck. Ein klares Risiko.
Glasfaser und der Blick auf Mai
Abseits der kurzfristigen Termine treibt der Konzern den Infrastrukturausbau voran. Zuletzt meldete das Unternehmen 12,6 Millionen erreichbare Haushalte beim Glasfasernetz. Bis 2030 will die Telekom mindestens 25 Millionen Haushalte anbinden.
Am 13. Mai präsentiert die Deutsche Telekom schließlich ihre eigenen Ergebnisse für das erste Quartal. Spätestens dann zeigt sich konkret, wie das europäische Kerngeschäft im laufenden Jahr anläuft. Hält die operative Stärke an, könnte dies den aktuellen Abwärtstrend der Aktie stoppen.
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