Deutsche Telekom: 1,33 Millionen Aktien in einer Woche
Die Deutsche Telekom setzt ihr milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm fort, während der Kurs unter Druck bleibt und Tarifverhandlungen anstehen.

Kurz zusammengefasst
- Fast 1,33 Mio. Aktien zurückgekauft
- Kurs liegt unter gleitenden Durchschnitten
- Tarifkonflikt als zusätzlicher Belastungsfaktor
- Quartalszahlen am 13. Mai erwartet
Fast 1,33 Millionen eigene Aktien in vier Handelstagen: Die Deutsche Telekom setzt ihr milliardenschweres Rückkaufprogramm unbeirrt fort — während der Kurs seit einem Jahr um knapp 14 Prozent nachgegeben hat und die Aktie deutlich unter ihren gleitenden Durchschnitten notiert.
Rückkäufe gegen den Trend
Vom 27. bis 30. April 2026 erwarb der Bonner Konzern 1.329.988 eigene Aktien im Rahmen des laufenden Programms. Das Gesamtvolumen für 2026 ist auf zwei Milliarden Euro angelegt. Ausgerechnet dieses Programm wird von Gewerkschaften als Hebel in laufenden Lohnverhandlungen genutzt — eine entscheidende Runde steht noch im Mai an.
Der Kurs notiert aktuell bei 27,54 Euro, rund 11 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt und knapp 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Mit einem RSI von 72,7 ist die Aktie technisch überkauft — eine Spannung, die sich in den kommenden Handelstagen auflösen dürfte.
Strukturelle Stärke, externe Unsicherheit
Operativ steht der Konzern stabil. Die US-Tochter T-Mobile US lieferte zum Jahresauftakt starke Zahlen bei Kunden, Umsatz und Gewinn. An dem amerikanischen Betreiber hält die Telekom knapp über 53 Prozent — ein Anteil, der mehr als zwei Drittel des gesamten Börsenwerts ausmacht. Berichte über eine mögliche Vollverschmelzung mit T-Mobile US belasten die Stimmung, weil ein solcher Schritt strukturell weitreichende Konsequenzen hätte.
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Für 2026 peilt der Konzern ein bereinigtes EBITDA von rund 47,4 Milliarden Euro an. Der Analystenkonsens erwartet einen Gewinn je Aktie von 2,17 Euro — rund 10 Prozent über dem Niveau von 2025. Die Dividende liegt bei 1,00 Euro je Aktie, das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei rund 15.
Quartalsbericht am 13. Mai als nächster Test
Am 13. Mai 2026 veröffentlicht die Telekom ihre Ergebnisse für das erste Quartal. Neben dem US-Geschäft richtet sich der Blick auf den Glasfaserausbau: Allein 2026 sollen rund 2,5 Millionen neue Haushalte angeschlossen werden — Teil eines Investitionsbudgets von 30 Milliarden Euro bis 2030.
Der Quartalsbericht wird zeigen, ob der Gewinnpfad von 2,17 Euro je Aktie für das Gesamtjahr haltbar bleibt — und ob das operative Fundament stark genug ist, um den Gegenwind aus Tarifkonflikt und Fusionsspekulationen abzufedern.
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