Deutsche Telekom Aktie: 1,81% Erholung auf 26,93 Euro
Die Telekom-Aktie erholt sich von einem Rücksetzer durch T-Mobile US. Trotz schwächerer Neukundenzahlen stützt die angehobene Cashflow-Prognose den Kurs.

Kurz zusammengefasst
- Kursplus von 1,81 Prozent im DAX
- T-Mobile US mit weniger Neukunden
- Angehobene Cashflow-Prognose stützt
- US-Tochter dominiert Konzernbewertung
Ein durchwachsener Quartalsbericht der US-Tochter reicht diesmal nicht, um die Erholung zu stoppen. Die Deutsche-Telekom-Aktie legt am Montag um 1,81 Prozent auf 26,93 Euro zu und zählt zu den Tagesgewinnern im DAX. Nur wenige Handelstage zuvor hatte genau diese US-Tochter für einen Rücksetzer gesorgt.
T-Mobile US enttäuscht bei Neukunden, überzeugt beim Cashflow
T-Mobile US meldete für das zweite Quartal 277.000 neue Vertragskunden. Das klingt nach Wachstum, ist aber im Vergleich zur Vorjahresperiode ein Rückgang um 13 Prozent. Genau diese Wachstumsdelle hatte die Telekom-Aktie am Donnerstag zunächst belastet.
An anderer Stelle lieferte T-Mobile US positive Nachrichten. Der Konzern hob seine Jahresprognose für den bereinigten freien Barmittelfluss an. Statt 18,1 bis 18,7 Milliarden Dollar rechnet das Management nun mit 18,4 bis 18,8 Milliarden Dollar. Die übrigen Ziele für 2026 bestätigte T-Mobile US unverändert.
Warum die US-Tochter den Kurs bestimmt
Die Deutsche Telekom hält etwas mehr als die Hälfte der Anteile an T-Mobile US. Dieses Aktienpaket ist umgerechnet gut 90 Milliarden Euro wert. Die Deutsche Telekom selbst kommt an der Börse auf rund 128 Milliarden Euro Marktkapitalisierung.
Der US-Anteil macht damit einen Großteil des gesamten Konzernwerts aus. Kursschwankungen bei T-Mobile US schlagen deshalb fast unmittelbar auf die Bonner Mutteraktie durch. Genau das erklärt die heftige Reaktion der vergangenen Handelstage.
Charttechnik zeigt Stabilisierung
Zum langfristigen 200-Tage-Durchschnitt von 28,64 Euro fehlen der Aktie noch knapp 6 Prozent. Die Erholung der vergangenen Wochen hat den Kurs zwar spürbar gestützt. Den langfristigen Abwärtstrend hat die Aktie damit aber noch nicht vollständig überwunden.
Blick nach vorn
Das operative Geschäft von T-Mobile US bleibt der wichtigste Kurstreiber für die Deutsche Telekom. Die angehobene Cashflow-Prognose liefert dafür ein positives Signal, trotz der schwächeren Neukundenzahlen. Die kommenden Quartalsberichte der US-Tochter dürften erneut den Ton für die Mutteraktie vorgeben.
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