Deutsche Telekom Aktie: 2 Milliarden Euro Rückkauf-Puffer
Die Deutsche Telekom startet eine neue Rückkauf-Tranche und stabilisiert so den Aktienkurs nach einem deutlichen Rutsch.

Kurz zusammengefasst
- Neue Rückkauf-Tranche über 560 Millionen Euro
- Kurs erholt sich von 52-Wochen-Tief
- T-Mobile US-Quartalszahlen als nächster Impuls
- Charttechnisch weiterhin im überverkauften Bereich
Der Juni war ein brutaler Monat für die Aktionäre der Deutschen Telekom. Am Dienstag sackte der Kurs auf ein 52-Wochen-Tief von 23,54 Euro ab. Aktuell deutet sich eine vorsichtige Erholung an. Die Papiere gingen am Freitag bei 25,20 Euro aus dem Handel.
Eigene Aktien als Sicherheitsnetz
Ein wesentlicher Grund für die Stabilisierung liegt in Bonn selbst. Die Telekom hat die dritte Tranche ihres Aktienrückkaufprogramms gestartet. Bis Ende September kauft das Management eigene Anteile im Wert von 560 Millionen Euro über die Börse zurück.
Für das Gesamtjahr fließen sogar bis zu zwei Milliarden Euro in diesen Puffer. Die Folge: Die kontinuierliche Nachfrage fängt den jüngsten Kursrutsch ein.
Langer Weg zur Erholung
Trotz der jüngsten Gegenbewegung bleibt die Bilanz trüb. Auf Monatssicht steht ein Minus von gut zehn Prozent. Seit Jahresanfang verlor der Dax-Konzern fast zehn Prozent an Wert. Charttechniker blicken nun auf den Relative-Stärke-Index. Dieser notiert mit einem Wert von 36,9 weiterhin im überverkauften Bereich.
Kurzfristig rückt die Marke von 27,54 Euro in den Fokus. Dort verläuft die viel beachtete 50-Tage-Linie. Fällt der Kurs stattdessen wieder unter 24 Euro, wackelt der frische Boden.
Der Blick richtet sich auf die USA
Am 23. Juli legt T-Mobile US die Zahlen für das zweite Quartal vor. Die US-Tochter bleibt der wichtigste Gewinntreiber für die Konzernmutter. Diese Ergebnisse geben meist den Takt für die T-Aktie in Frankfurt vor.
Parallel dazu spielen Makrodaten eine Rolle. Ein schwächerer US-Dollar schmälert den Wert der US-Gewinne in Euro. Außerdem hoffen Investoren im stark verschuldeten Telekom-Sektor auf sinkende Zinsen, hängen aber von den Entscheidungen der Notenbanken ab.
Bis zur Vorlage der US-Zahlen am 23. Juli bleibt das Rückkaufprogramm die stärkste Stütze der Aktie. Hält die Unterstützung im Bereich von 24 Euro, hat der Kurs Raum für eine Erholung in Richtung des 50-Tage-Durchschnitts.
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