Deutsche Telekom Aktie: 20.000 Streikende eskalieren
Mehr als 20.000 Beschäftigte streiken bei der Telekom. Die vierte Verhandlungsrunde Ende Mai soll eine Entscheidung bringen.

Kurz zusammengefasst
- ver.di lehnt Arbeitgeberangebot ab
- Warnstreiks in zwölf Bundesländern
- Aktienkurs unter Druck gefallen
- Letzte Verhandlungsrunde am 26. Mai
Mehr als 20.000 Streikbeteiligte, drei Verhandlungsrunden ohne Ergebnis und ein Arbeitgeberangebot, das ver.di als völlig unzureichend zurückwies: Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom läuft auf seinen kritischen Moment zu. Ende Mai entscheidet sich, ob der Arbeitskampf weiter eskaliert.
Gewerkschaft lehnt Strukturangebot ab
In der dritten Verhandlungsrunde in Potsdam legte die Telekom ein Strukturangebot vor — konkretisiert wurde darin lediglich ein erster Lohnerhöhungsschritt. Wie weitere Schritte aussehen sollen, blieb offen. Ein Angebot zur geforderten Mitgliederkomponente fehlte vollständig.
ver.di fordert für rund 60.000 Tarifbeschäftigte 6,6 Prozent mehr Entgelt bei zwölf Monaten Laufzeit sowie einen jährlichen Mitgliederbonus von 660 Euro. Als Argument für finanzielle Spielräume des Konzerns verweist die Gewerkschaft auf das für 2026 geplante Aktienrückkaufprogramm von zwei Milliarden Euro — ein klassischer Hebel, der den politischen Druck erhöht.
Warnstreiks in zwölf Bundesländern
Die Mobilisierung hat in dieser Tarifrunde eine neue Dimension erreicht. Seit dem Start des Arbeitskampfs am 28. April beteiligten sich mehr als 20.000 Beschäftigte an Warnstreiks. Nach einer ersten Welle weitete ver.di den Arbeitskampf am 7. Mai auf Standorte in zwölf Bundesländern aus.
Erstmals rief die Gewerkschaft auch Beschäftigte der Deutschen Telekom Privatkunden-Vertrieb GmbH, der Deutschen Telekom Services Europe SE und der T-Systems International GmbH zu Solidaritätsstreiks auf — und fand Gehör. Eine Kundgebung in Potsdam zog rund 2.500 Teilnehmer an.
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Aktie unter Druck, letzte Runde am 26. Mai
An der Börse hinterließ die Nachrichtenlage Spuren. Die Telekom-Aktie schloss am Freitag bei 27,63 Euro, ein Minus von 0,58 Prozent. Auf Jahressicht liegt das Papier rund 15 Prozent im Minus und notiert damit deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 29,24 Euro.
Die vierte und letzte vereinbarte Verhandlungsrunde findet am 26. und 27. Mai statt. Eine Einigung würde Kosten- und Planungssicherheit schaffen. Scheitern die Gespräche, wäre ein weiterer Eskalationsschritt wahrscheinlich — mit direkten Folgen für Betrieb und Kundenzufriedenheit in einem ohnehin angespannten Wettbewerbsumfeld.
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