Deutsche Telekom Aktie: 32.000 Streikende bei Rekordgewinnen
Die Telekom verzeichnet starke Quartalszahlen, während der Tarifstreit mit ver.di eskaliert. Die vierte Verhandlungsrunde steht bevor.

Kurz zusammengefasst
- Über 32.000 Beschäftigte im Warnstreik
- Umsatzplus von knapp fünf Prozent
- KI-Chatbot fängt Millionen Anrufe ab
- Vierte Verhandlungsrunde Ende Mai
Rekordgewinne auf der einen Seite, leere Büros auf der anderen — bei der Deutschen Telekom klaffen operative Realität und interne Stimmung derzeit weit auseinander. Seit Ende April haben sich mehr als 32.000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Der Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft ver.di zieht immer weitere Kreise.
Verhärtete Fronten vor der vierten Runde
Für die bundesweit rund 70.000 Tarifbeschäftigten fordert die Arbeitnehmervertretung ein Lohnplus von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die dritte Verhandlungsrunde in Potsdam endete ohne Einigung. Ein von den Arbeitgebern vorgelegtes Strukturangebot wies ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland als unzureichend zurück.
Besonders der Ausgleich der Reallohnverluste bleibt ein Streitpunkt. Erstmals legten auch Mitarbeiter aus Vertriebs- und Service-Tochtergesellschaften aus Solidarität die Arbeit nieder. Am 26. und 27. Mai treffen sich beide Parteien zur vierten Verhandlungsrunde.
Operatives Geschäft läuft auf Hochtouren
Derweil präsentiert sich das Konzerngeschäft unbeeindruckt vom internen Druck. Im ersten Quartal steigerte der Bonner Konzern den organischen Umsatz um knapp fünf Prozent auf 29,9 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte auf 11,5 Milliarden Euro.
Konzernchef Tim Höttges blickt entsprechend optimistisch auf den Rest des Jahres. Für 2026 rechnet das Management nun mit einem operativen Ergebnis von rund 47,5 Milliarden Euro. Der freie Mittelzufluss soll die Marke von 19,8 Milliarden Euro übertreffen.
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KI drückt die Kosten
Parallel dazu rückt das Thema Künstliche Intelligenz stärker in den Fokus. Ein KI-gesteuerter Chatbot fing in Deutschland im ersten Quartal rund eine Million Kundenanrufe ab. Im laufenden Jahr plant das Unternehmen eine Verdopplung dieser Quote.
Auch beim Glasfaserausbau übernimmt Software zunehmend Aufgaben in Planung und Qualitätskontrolle. Das senkt die Ausbaukosten spürbar. Konkrete finanzielle Effekte der KI-Strategie will der Vorstand auf einem geplanten Investor-Event Anfang Oktober vorstellen.
An der Börse behauptet sich die T-Aktie aktuell bei 29,27 Euro und pendelt damit exakt auf Höhe der 200-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn steht ein moderates Plus von rund fünf Prozent auf der Kurs-Tafel. Ein baldiger Abschluss am Verhandlungstisch in der kommenden Woche würde das Risiko weiterer operativer Störungen auspreisen. Scheitert die vierte Runde, droht eine Ausweitung der Arbeitskämpfe.
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