Deutsche Telekom Aktie: 550 Millionen bis Juni
Trotz eines Kursrückgangs von 19 Prozent setzt die Telekom ihren Aktienrückkauf fort. Die zweite Tranche von 550 Millionen Euro läuft bis Ende Juni.

Kurz zusammengefasst
- Rückkaufprogramm mit 550 Millionen Euro Tranche
- Kursverlust von 19 Prozent seit Februar
- ver.di-Abstimmung über Tarifpaket läuft
- T-Mobile US treibt Wachstum an
Der Kurs gibt nach, der Konzern kauft trotzdem. Seit Februar hat die Deutsche Telekom Aktie rund 19 Prozent verloren — und kauft währenddessen täglich eigene Papiere zurück. Das Timing ist kein Zufall.
Zweite Tranche läuft bis Ende Juni
Die zweite Tranche des laufenden Rückkaufprogramms umfasst bis zu 550 Millionen Euro und soll bis Ende Juni ausgeschöpft sein. Allein in der Woche bis zum 29. Mai erwarb die Telekom rund 1,5 Millionen eigene Aktien — zu einem Durchschnittspreis von etwa 29,20 Euro, also deutlich über dem aktuellen Kurs von 27,73 Euro. Seit Programmstart summieren sich die Käufe auf knapp 12,1 Millionen Aktien, der Großteil davon wird eingezogen.
Im Gesamtjahr 2026 sieht das Programm Rückkäufe im Wert von bis zu 2 Milliarden Euro vor. Hinzu kommt die Dividende von 1,00 Euro je Aktie, die die Hauptversammlung im April beschlossen hat — in Summe eine Gesamtausschüttung von 4,8 Milliarden Euro. Das macht 2026 zu einem Jahr erheblicher Kapitalrückführung, auch wenn der Kurs zuletzt unter Druck stand.
ver.di-Abstimmung als offene Variable
Parallel läuft die ver.di-Mitgliederbefragung zum ausgehandelten Tarifpaket. Die Abstimmung endet Mitte Juni, die Tarifkommission will am 19. Juni entscheiden — formell ratifiziert ist der Pakt damit noch nicht.
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Der Inhalt ist bereits bekannt: Das zusätzliche Monatsentgelt steigt von 190 Euro auf 340 Euro im August 2026 und weiter auf 480 Euro im Juli 2027. Für 2028 folgen Tabellenerhöhungen von 2,4 Prozent. Betriebsbedingte Kündigungen sind für die gesamte Laufzeit ausgeschlossen. Scheitert die Ratifizierung, wäre das eine Überraschung — aber eine, die den Personalkosten-Ausblick neu justieren würde.
T-Mobile US trägt den Konzern
Operativ bleibt die Basis solide. Das Management hob die Prognose leicht an: Das bereinigte EBITDA AL soll rund 47,5 Milliarden Euro erreichen, der Free Cashflow AL mehr als 19,8 Milliarden Euro. Den Wachstumstakt gibt dabei die US-Tochter vor — T-Mobile US steigerte die Serviceumsätze im ersten Quartal um 11,3 Prozent und ist inzwischen für mehr als 70 Prozent des Börsenwerts der Deutschen Telekom verantwortlich.
Die Aktie notiert aktuell bei 27,73 Euro, rund vier Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts, der RSI liegt bei 38,6 — technisch also im schwachen Terrain, aber noch nicht überverkauft. Der nächste harte Termin ist der 6. August 2026, wenn die Quartalszahlen für Q2 vorliegen. Bis dahin entscheidet vor allem die ver.di-Abstimmung, ob das laufende Rückkaufprogramm die einzige positive Nachricht der Sommermonate bleibt.
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